Faseroptik zum Anfassen – LASIC startet mit EXIST-Forschungstransfer

Heutzutage ist es undenkbar auf Sensoren zu verzichten. Ihr Einsatz erstreckt sich mittlerweile auf fast alle Anwendungen, Anlagen und Systeme. Die Notwendigkeit, Zustände abzufragen, wird auch in Zukunft weiter steigen und hat bereits einen wachstumsträchtigen Sensormarkt befeuert. Es gibt jedoch sensible Bereiche, in denen Gefahr durch Blitze, Hochspannungen, Explosionen oder Manipulation besteht und elektrische Zuleitungen zur Versorgung dieser Sensoren vermieden werden müssen. Der Lösung für diese Problematik widmet sich das Projektteam LASIC (Laser Illuminated Chip). Dr. Ralf Rieske, Eike Suthau, Samuel Hildebrandt und Lars Wolter werden im Rahmen des am 1. September gestarteten EXIST-Forschungstransfers in den nächsten 18 Monaten ein aktiv optisches Sensorkabel zur Marktreife entwickeln.

Das LASIC-Team (v.l.n.r.): Dr. Ralf Rieske, Samuel Hildebrandt, Lars Wolter und Eike Suthau

Ein solches Glasfaserkabel, das neben Daten nun auch Energie zum entfernten Sensor ohne elektrische Leitungen überträgt, ist vergleichbar mit dem universell einsetzbaren USB Kabel und hat das Potential, sensible Anwendungsfelder für Sensoren zu erschließen. Die Nutzer dieses Kabels können weiterhin vertraute und standardisierte elektrische Steckverbinder verwenden. Die plug&play-Eigenschaft garantiert Anwenderfreundlichkeit. Für die Inbetriebnahme sind keine Vorkenntnisse zu Fasertechnik oder Beachtung von Laserschutzrichtlinien erforderlich, was den revolutionären Charakter des Systems unterstreicht. Ein breiter Einsatz im Bereich E-Mobility, Luftfahrt und Medizintechnik ist vorstellbar.

Kabel zur optischen Energie- und Datenübertragung

Bei der Entwicklung kann sich das Gründerteam  dabei auf weitreichende Unterstützung durch das Institut für Aufbau und Verbindungstechnik (IAVT) und das Zentrum für mikrotechnische Produktion der TU Dresden bauen. Wir wünschen dem Team von LASIC viel Erfolg dabei, durch ihre Innovation den Markt für Sensortechnik zu revolutionieren und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

Wer mehr über das Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer erfahren möchte, ist herzlich zu unserer Veranstaltung Ideas2Market Engineering: Öffentliche Förderung zur Verwertung von Forschungsergebnissen am 08.10.2013 eingeladen.

 

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