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„Fermat’s Last Trade” durch­leuchtet die Akti­en­land­schaft: Vier Mathe­ma­tiker bringen mit ihrer Investment-App Wer­te­be­wusstsein ins Spiel

Inspi­riert durch das Theorem des bekannten Mathe­ma­tikers Pierre de Fermat wollen vier junge Nach­wuchs­wis­sen­schaftler der TU Dresden Privatanleger:innen helfen, für sie pas­sende Invest­ments zu finden. „Wer optimal über Aktien und Invest­ments infor­miert ist, kann mit einem ein­zelnen Last Tra­defür die eigene Zukunft vor­sorgen und even­tuell sogar noch darüber hinaus ein Erbe hin­ter­lassen, so wie de Fermat es getan hat“, erklärt Mit­gründer Dennis Wenzel die Analogie.

Doch was ver­steckt ­­sich hinter Fermat’s Last Trade? Das Team hat eine mobile Appli­kation für Invest­ments ent­wi­ckelt. Soweit nichts Beson­deres. Doch immer mehr Men­schen sind neben den reinen Anla­ge­zielen, wie starkes Wachstum oder lang­fristige Absi­cherung, die eigenen Wert­vor­stel­lungen wichtig. Für den Ein­zelnen ist es jedoch nur sc­hwer zu durch­schauen, wie groß z.B. der CO2-Fuß­ab­druck eines Unter­nehmens ist, wie gut die Löhne oder die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­denheit. Die App, die später unter dem Namen “illumino“ erscheinen soll, will hier Licht ins Dunkel bringen.

Wenzel: „Unsere Anwendung bringt Infor­ma­tionen zu ein­zelnen Aktien zu zwei Aspekten zusammen: Wie gut passt die Aktie zu meinen Anla­ge­zielen? und „Wie gut ist das Unter­nehmen mit meinen Werten ver­einbar?“. Hierfür bündeln wir Daten, die für Pri­vat­per­sonen schwer zugänglich und kaum ver­ständlich sind. Wir ver­packen diese in eine ein­fache Bewertung und machen sie über eine mobile App zugänglich.“

Vom Nach­wuchs­wis­sen­schaftler zum Gründer: Assad Majid, Dennis Wenzel, Robert Bauer und Philipp Strietzel machen mit ihrer App Invest­ments trans­pa­renter. (Foto: privat)

Dennis Wenzel, Robert Bauer, Philipp Strietzel und Assad Majid, die in ver­schie­denen Bereichen der Mathe­matik pro­mo­vieren, ver­bindet schon länger ein gemein­sames Interesse für Invest­ments und Finanz­märkte. Die Idee, die bei einer Knei­pen­runde ent­standen ist, greifen sie im März 2020 in einem the­men­offen ange­legten Seminar auf. Auch wenn hier mehr Her­aus­for­de­rungen ent­standen als gelöst wurden, waren sie nicht bereit, das Ganze in der Schublade ver­schwinden zu lassen. Mit Unter­stützung von dresden|exists hat sich das Team erfolg­reich auf ein EXIST-Grün­dersti­pendium beworben. Im Rahmen des Sti­pen­diums erhalten bis zu Per­sonen über 12 Monate eine finan­zielle Unter­stützung zur Sicher­stellung des Lebens­un­ter­haltes sowie bis zu 35.000 Euro für Sach­aus­gaben und Coa­chings. Seit Oktober 2021 können sich die Mathe­ma­tiker dank Sti­pendium ganz darauf kon­zen­trieren, den Busi­nessplan aus­zu­ar­beiten und ihre Gründung weiter voranzutreiben.

„Aktuell stecken wir mitten in der Opti­mierung der App. Wir vali­dieren u.a. unsere Algo­rithmen, die das Herz­stück des Pro­duktes sind. Um die Ein­schätzung der per­sön­lichen Kri­terien zu ver­bessern, sind wir dabei, weitere Daten­quellen anzu­binden. Dafür müssen wir mit den Anbietern ver­handeln, aber auch die geeig­neten Schnitt­stellen pro­gram­mieren“, erklärt Wenzel. Die nächsten großen Schritte sind ein erster Alpha-Test im Bekann­ten­kreis und eine groß ange­legte Beta-Runde Anfang kom­menden Jahres. Hier soll dann wei­teres Nut­zer­feedback ins Produkt einfließen.

Zunächst starten die Gründer mit einer iOS-Anwendung. „Inter­es­sierte Test-User können sich gern bei uns per Mail an contact@fermats-last.trade melden. 2022 wollen wir das Produkt auch auf Android aus­weiten. Hierfür sind wir auf der Suche nach Entwickler:innen, die uns zunächst in Form eines Prak­tikums oder einer Abschluss­arbeit unter­stützen, später ggf. auch in Fest­an­stellung“, so Wenzel weiter.

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