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Start­hilfe zur Aus­gründung: 40. Grün­dersti­pendium an der TU Dresden

Wenn das kein erfolg­reicher Monat für die Grün­dungs­teams der TU Dresden war: Im Sep­tember erhielt nicht nur das Team “Visuelle Wis­sens­mo­del­lierung” um den Medi­en­in­for­ma­tiker Marius Brade das 40. EXIST-Grün­dersti­pendium für die TU Dresden. Auch die von uns unter­stützten Gründer von Eventbox, Simulics und ChemTics über­zeugten mit ihren Ideen und können sich über eine Zusage für das ein­jährige Sti­pendium freuen. Herz­lichen Glück­wunsch an die vier Gründerteams!

Mit dem EXIST-Grün­dersti­pendium fördert das Bun­des­mi­nis­te­riums für Wirt­schaft und Energie inno­vative, tech­no­lo­gie­ori­en­tierte oder wis­sens­ba­sierte Unter­neh­mens­grün­dungen. Das Sti­pendium sichert die Lebens­hal­tungs­kosten für bis zu drei Gründer für ein Jahr und umfasst ein Budget für Sach­mittel und Coa­chings. Die För­derung ermög­licht den Teams, ihre Pro­dukte zur Markt­reife zu führen und die Unter­neh­mens­gründung vor­zu­be­reiten. Mehr zu ihren Gründungsideen…

Visuelle Wis­sens­mo­del­lierung: Wie kann man kom­plexes Wissen effi­zient model­lieren, so dass es am Ende für Com­puter lesbar gespei­chert ist? Dieser Frage widmet sich das Grün­dungsteam um den Medi­en­in­for­ma­tiker Marius Brade. Im Rahmen seiner Pro­motion an der Pro­fessur für Medi­en­ge­staltung der TU Dresden, ent­wi­ckelte er Visua­li­sie­rungs­me­thoden, die den Nutzern ein ver­trautes Arbeiten wie mit Stift und Papier an einem Tablet ermög­lichen. Um diese Methoden nun in eine Software für Tablet-Com­puter umzu­setzen, erhält Brade gemeinsam mit Martin Gregor und Hannes Leitner das 40. EXIST-Grün­dersti­pendium an der TU Dresden.

Nutzer der neuen Software sind unter anderem Wis­sen­s­in­ge­nieure, die in Unter­nehmen mit Wert­schöp­fungs- und Her­stel­lungs­pro­zessen das Wissen der Mit­ar­beiter in Wis­sens­ma­nage­ment­systeme über­führen. Heute wird dieser Transfer zwi­schen dem Fach­mit­ar­beiter, z.B. einem Kon­strukteur in einem Maschi­nen­bau­un­ter­nehmen, und dem Wis­sen­s­in­ge­nieur in zeit­auf­wän­digen Mee­tings mit Hilfe von viel Papier bewältig. Erst im zweiten Schritt über­trägt der Wis­sen­s­in­ge­nieur die Erkennt­nisse in die Datenbank des Unter­nehmens. Ziel der neuen Software ist es, Wissen sprach­neutral visuell zu reprä­sen­tieren. Das heißt, mit der Hilfe der Software kann schon während der gemein­samen Work­shops das Wissen nut­zer­freundlich auf einem Tablet digi­ta­li­siert werden. Das spart Zeit der Fach­kräfte und auch der Wissensingenieure.

Eventbox: Eduardo Miranda Ackermann, Philipp Katz und Norbert Sroke ent­wi­ckeln mit Eventbox ein Tool, das die Ver­an­stal­tungs­or­ga­ni­sation ver­ein­fachen und auch kleinen Ver­an­staltern ermög­lichen soll, die digi­talen Ver­mark­tungs­mög­lich­keiten aus­zu­nutzen. Die Tech­no­logie, auf der Eventbox basiert, ent­wi­ckelten die Team­mit­glieder im Rahmen ihrer Pro­mo­tionen im Bereich Infor­mation Retrieval am Lehr­stuhl von Pro­fessor Alex­ander Schill an der Fakultät Infor­matik. Für ihre Geschäftsidee haben wir das Team 2013 mit einem 2. Platz in unserem Wett­bewerb „Vom Studium zum Business“ ausgezeichnet.

Simulics: Die drei Diplom­in­for­ma­tiker hinter Simulics, Marco Kaufmann, Ronald Rist und Michael Jahn, ent­wi­ckeln ein Software-Werkzeug, das Soft­waretest und Debugging vor allem für ein­ge­bettete Systeme ver­ein­fachen soll. Mit ihrem Cross-Platform Debugger können Soft­ware­ent­wickler zukünftig ihre Software testen, ohne die ent­spre­chende Hard­ware­plattform zur Ver­fügung zu haben. Dabei können sie weitere Vor­teile der Simu­lation nutzen, z.B. erwei­terte Inspek­tions- und Analysemöglichkeiten.

ChemTics: Das Team um den ange­henden Che­mie­in­ge­nieur und Ideen­geber Tobias Göcke ent­wi­ckelt mit ChemTics eine Web­plattform, die die Welt der Chemie näher­bringen will. Mit dem web­ba­sierten Che­mie­bau­kasten sollen Schüler, Stu­die­rende und Leh­rende che­mische Reak­tionen in Echtzeit simu­lieren können. Mit diesem inno­va­tiven Konzept wird for­schendes Lernen und Lehren möglich und rückt den Spaß beim Chemie Lernen wieder in den Vordergrund.

Auch für Euch ist das EXIST-Grün­dersti­pendium eine Mög­lichkeit mit Eurer Geschäftsidee durch­zu­starten? Wir beant­worten gern alle Fragen und unter­stützen Euch bei der Antrag­stellung!

 

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