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Bei Marktjagd ist jeden Tag „Casual Day“

Jan Großmann, Marktjagd
Jan Großmann, Gründer und Geschäfts­führer von Marktjagd berichtet über den Start seines Unter­nehmens. (Foto: dresden|exists)

Dieser und noch weitere Grund­sätze wie “Bei Marktjagd duzen wir uns!” springen einem sofort ins Auge, wenn man durch den langen Flur des Start-ups geht. Nach dem freund­lichen Empfang durch Jan Großmann, dem Geschäfts­führer von Marktjagd und einigen Mit­ar­beitern spürten wir gleich, dass es sich um ein junges, pro­fes­sio­nelles, moti­viertes Team mit einer gut struk­tu­rierten Arbeits­weise und einer har­mo­ni­schen Arbeits­at­mo­sphäre handelt. Doch man mag es kaum glauben, das war nicht immer so. Über die Her­aus­for­de­rungen der Anfangs­phase, die sechs Umzüge, um geeignete Büro­räume zu finden, bis hin zur Bedeutung von Mit­ar­beiter-Moti­vation berichtete uns Jan Großmann beim Grün­der­treff im Februar.

Vom Notizbuch zum Unternehmen…

Jan Großmann hatte in seinem Job bei einem großen Ein­zel­han­dels­konzern nur wenige Mög­lich­keiten, seine Vor­schläge und Ideen in den Unter­neh­mens­alltag ein­zu­bringen und sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Also nahm er sich ein Notizbuch und notierte alle seine Geschäfts­ideen und krea­tiven Ein­fälle. Eine dieser Ideen war “Marktjagd”, ein Portal, auf dem sich Ver­braucher einfach und schnell über Angebote in ihrer Umgebung infor­mieren können. Jan Großmann war klar, dass er neben der kon­kreten Idee zwei Dinge benötigt: ein Team und Geld!

Die Idee: Seine Vision war, dass die Nutzer der Plattform tages­ak­tuelle Pro­spekte und Ein­zel­pro­dukte online durch­stöbern können. Diesen Ein­kaufs­helfer gibt es heute sowohl als Online­plattform als auch als App. Neben den Pro­spekten und Ange­boten finden sich hier auch Infor­ma­tionen zu Öff­nungs­zeiten, Adressen, Kon­takt­daten und ein Rou­ten­planer. Die Inhalte liefern die Händler – sie zahlen dafür, auf der Website und in der App ihre Angebote prä­sen­tieren zu können. Die größte Anfangs­schwie­rigkeit war es dabei, die Händler von Marktjagd zu über­zeugen. Denn diese for­derten eine hohe Nut­zerzahl, die wie­derum von einer großen Anzahl an Händlern und Ange­boten abhängig ist.

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Gespannt folgen die Besucher der Grün­dungs­ge­schichte von Marktjagd.

Team & Geld: Gemeinsam mit Thomas Harzer geht Jan Großmann 2007 in die Umsetzung des Pro­jektes. Es folgte das erste Büro in der HTW Grün­dungs­schmiede und mit der finan­zi­ellen Unter­stützung durch das EXIST-Grün­dersti­pendium star­teten die beiden Gründer durch. Mit dem Bau des Pro­totyps der Website können die Unter­nehmer auch das “Henne-Ei-Problem” lösen und die ersten Ein­zel­händler als Kunden gewinnen. Der  zuneh­mende Erfolg der Plattform über­zeugte 2010 auch Inves­toren und die beiden konnten den Geschäfts­be­trieb noch einmal deutlich ausbauen.

Per­so­nal­planung – eine Wis­sen­schaft für sich

Je mehr Marktjagd wuchs, desto wich­tiger wurden moti­vierte Mit­ar­beiter und damit auch die Per­so­nal­leitung und ‑planung. Doch viele Gründer unter­schätzen wie wichtig vor­aus­schau­endes Per­so­nal­ma­nagement ist. Hier die wich­tigsten Tipps von Jan Großmann:

  • Spaß sollte immer an erster Stelle stehen, wenn es um Team­arbeit geht!
  • Ab einer bestimmten Unter­neh­mens­größe muss man effektiv daran arbeiten, dass der Start-up-Charme nicht ver­loren geht. Dieser Charme zeichnet sich durch ein moti­viertes Team aus, was von der Idee begeistert ist und wiss­be­gierig auf neue Erfah­rungen, Inno­va­tionen und Fort­schritte ist.
  • Als Chef muss man lernen Ver­ant­wortung abzu­geben, da man irgendwann nicht mehr alle Ent­schei­dungen selbst treffen kann. Bei Marktjagd geschah dies Schritt für Schritt, indem zuerst Arbeits- und Pro­jekt­gruppen gebildet und später Bereichs- und Team­leiter ernannt wurden.
  • Durch regel­mäßige Nutzer- und Mit­ar­bei­ter­be­fra­gungen kann man “Betriebs­blindheit“ vermeiden.
  • Das Team sollte immer ein gemein­sames Ziel vor Augen haben und gleiche Prio­ri­täten setzen.
  • Ab 5 Mit­ar­beitern ist es not­wendig, die Mit­ar­beiter wöchentlich über Nach­richten aus dem Unter­nehmen zu infor­mieren. „Marktjagd“ nutzt hierzu die Wochennews, für die das gesamte Team jeden Freitag zusammenkommt.

Mit einer guten Idee, effek­tivem Per­so­nal­ma­nagement und ein wenig Glück ist Marktjagd  zu einem erfolg­reichem Unter­nehmen geworden: Über 40 Mit­ar­beiter arbeiten für die ca. 1,5 Mil­lionen Nutzer, die jeden Monat regional nach Ange­boten in den über 200.000 Geschäften aus ganz Deutschland suchen. Und wenn man bei Google „Marktjagd“ eingibt, erhält man mitt­ler­weile über 3 Mil­lionen Treffer.

 

Wir freuen uns, dass wir zu Gast sein durften und wün­schen dem Marktjagd-Team wei­terhin viel Erfolg!

 

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