Meine Gründung finanzieren – Wie gehe ich vor? Antworten gab der letzte Gründertreff

Mit der Bürgschaftsbank Sachsen, der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden gaben drei Investoren Tipps zum Thema Start-up-Finanzierung.

Ideen umsetzen, das kostet meistens Geld. Wenn das erforderliche Kapital nicht allein aufgebracht werden kann, ist man auf Investoren angewiesen. Dabei besteht die Möglichkeit,

  • Eigenkapital, in Form von Beteiligungen
  • und/oder Fremdkapital, in Form von Darlehen aufzunehmen.

Welche Alternative die Passende ist, hängt von mehreren Faktoren ab und sollte im Vorfeld gut durchdacht sein:

Beteiligungen stärken die Eigenkapitalbasis des Unternehmens. Der Investor wird Gesellschafter Eurer Unternehmung und ist somit stärker auch in das Management einzubeziehen. Für Verluste haftet er in Höhe seiner Einlage. Die Zusammenarbeit ist auf eine begrenzte Dauer – zwischen 5 und 10 Jahren – ausgerichtet. Danach wird die Beteiligung durch den Investor verkauft.

Dagegen bleibt bei Aufnahme von Fremdkapital die Bank in einer Gläubigerstellung. Das gemeinsame Führen des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Ihr bekommt Geld für eine vereinbarte Laufzeit geliehen und zahlt als Gegenleistung Zinsen. Eine Gewinnbeteiligung erfolgt nicht.

Für Banken spielen bei der Kreditvergabe Sicherheiten eine wichtige Rolle. Stehen diese nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung, ist die Bürgschaftsbank Sachsen der passende Ansprechpartner. Mit einer Ausfallbürgschaft übernimmt sie das Haftungsrisiko für den Kredit. Das heißt: fällt der Kredit aus, weil das junge Unternehmen bspw. nicht mehr zahlungsfähig ist, springt die Bürgschaftsbank ein. Das Risiko der Hausbank, Geld zu verlieren, wird so begrenzt. Als Gegenleistung zahlt Ihr die vereinbarte Avalprovision – also einen Zins auf den Bürgschaftsbetrag.
Den Bürgschaftsantrag kann der Gründer direkt bei der Bürgschaftsbank Sachsen stellen oder er tut dies gemeinsam mit seiner Hausbank.

Unabhängig von der Wahl der passenden Finanzierungsinstrumente, gab die Ostsächsische Sparkasse Dresden Tipps für das Gespräch mit Investoren. Vorbereitung ist alles: mit einem überzeugendem Businessplan und vollständigen Unterlagen unterstreicht ihr Eure Eignung als Unternehmer. Legt besonderen Wert auf nachfolgende Punkte:

  • die Rentabilität Eures Vorhabens,
  • eine umfassende Finanzplanung für die nächsten drei Jahre,
  • die Darstellung Eures fachlichen UND kaufmännischen Knowhows,
  • die Beschreibung Eures Alleinstellungsmerkmals,
  • das Aufzeigen des Marktpotenziales und
  • eine solide und nachvollziehbare Vertriebsstrategie.

Der Investor ist Euer erster Kunde. Verkauft ihm Eure Idee und zeigt, dass Ihr überzeugend argumentieren könnt! Auch Krisen gehören zum Unternehmeralltag dazu. Zeigt, dass Ihr sie managen könnt. Worst-Case-Szenarien gehören zur Planung genauso, wie die Implementierung eines Krisenmanagements.

Der Investor ist Eurer Geschäftspartner. Baut eine vertrauensvolle Beziehung zu ihm auf und setzt auch im Krisenfall auf eine offene Kommunikation! Ein „Nein“ des Investors bedeutet nicht zwangsläufig das „Aus“ für Euer Vorhaben. Fragt nach den Gründen und überarbeitet Euer Konzept! Ggf. können weitere Fördermittel helfen, die Idee doch noch zu realisieren.

Wir freuen uns darauf, Euch bei der Umsetzung Eurer Vorhaben und bei der Auswahl der passenden Fördermittel und Finanzierungsinstrumente zu unterstützen.

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