Forschungs- und Praxisprojekte zu Gründung und Technologietransfer

dresden|exists bietet nicht nur praktische Unterstützung und Qualifikation in den Bereichen Geschäftsideen, Unternehmensgründung und Technologietransfer. Wir wollen auch permanent neue Methoden und Erkenntnisse in unsere Arbeit einbringen. Daher engagieren wir uns gemeinsam mit unterschiedlichsten Partnern in verschiedenen Forschungs- und Anwendungsprojekten in den Bereichen Gründungsforschung, Innovationsmanagement und Technologietransfer.

ELiSTA – Erweiterte Maßnahmen zur Translation innerhalb der Lebenswissenschaften

Die Lebenswissenschaften stellen in Dresden einen Schwerpunktbereich der Forschung dar – nicht nur im in der klassischen medizinischen Forschung, sondern auch in vielen weiteren Bereichen wie Biomaterialien, Gerätetechnik, Rohstoffe usw. Den Technologietransfer in diesen Bereichen zu stärken ist das Ziel von ELiSTA.

Ausgangspunkt bildet die Gründungsoffensive Biotechnologie (GO-Bio) des Bundesforschungsministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Deren bisherige Auswahlrunden haben gezeigt, dass erfolgreiche Projekte professionelle Transferstrukturen an den Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen voraussetzen. Um diese Transferstrukturen weiter zu stärken, erhalten Hochschulen wie die TU Dresden, die sich im Rahmen des GO-Bio-Wettbewerbs erfolgreich beworben haben, zusätzliche Mittel.

Die Maßnahmen umfassen:

  • eine Ausweitung der Bewertung von Forschungsergebnissen durch erfahrene Experten
  • das Angebot gezielter Weiterbildungsmodule für Wissenschaftler 
  • eine stärkere aktive Entwicklung von Geschäftskonzepten mit Wissenschaftlern und Unternehmen 
  • die Erweiterung des Netzwerks zu Unternehmen und die gezielte Akquise von Partnern.

Partner dieses Vorhabens sind das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), die Leibniz-Institute für Werkstoffforschung (IFW) und für Polymerforschung (IPF) sowie die GWT-TUD GmbH und der Branchenverband biosaxony e.V.

Effektiver Technologietransfer in der Biotechnologie (ETTBio)

Die Biotechnologie ist geprägt durch hohe Kosten für Forschung und Entwicklung, schnelle Veränderungen, hohe Risiken und lange Entwicklungszyklen. Um sich im globalen Wettbewerb mit innovativen Produkten zu behaupten, ist ein effektiver Technologietransfer von zentraler Bedeutung. Das EU-Projekt ETTBio (2012-2104) hatte daher das Ziel den Technologietransfer von Forschungsinstituten und Universitäten im Life Science- und Biotechnologiesektor zu verbessern.

Insgesamt beteiligten sich 10 Partner aus Belgien, der Tschechischen Republik, Estland, Polen, Spanien, Großbritannien und Deutschland an ETTBio. Die TU Dresden mit Unterstützung von dresden|exists war dabei der Lead-Partner. Im überregionalen Austausch wurden effektive Prozesse und Best-Practise-Beispiele identifiziert. Daraus entstand eine Sammlung bewährter Methoden, Organisationskonzepte und Partner für den bestmöglichen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich Biotech. Diese Sammlung steht allen Partnern zur Verfügung, um vor Ort ihre Transferprozesse weiter auszubauen. Die erarbeiteten Fallstudien und Umsetzungspläne werden zudem regionalen Entscheidern in Politik und Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wurde vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert und durch das INTEREG IVC-Programm ermöglicht.

Higher Entrepreneurship Education Diagnostics (HEED)

Die Förderung von unternehmerischer Kompetenz im Hochschulbereich ist nicht nur wirtschaftspolitisch bedeutsam. Sie befähigt Studierende zu selbstbestimmtem Handeln und dient somit generellen bildungstheoretischen Zielen. So hat bspw. die Europäische Union unternehmerisches Handeln zu einer der acht Schlüsselkompetenzen für ein lebenslanges Lernen erhoben.

Die Hochschullehre in diesem Bereich zu verbessern, bildet den Ausgangspunkt für das Verbundprojekt „Higher Entrepreneurship Education Diagnostics” (HEED). Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Modell zur unternehmerischen Kompetenz sowie ein entsprechendes Instrument zur Kompetenzerfassung zu entwickeln. Hierauf aufbauend werden dann Vorschläge erarbeitet, wie bestehende Maßnahmen der Entrepreneurship Education optimiert werden können.

Das Forschungsprojekt wurde zwischen 2012 und 2014 in Kooperation von dresden|exists, dem Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der TU Dresden, Potsdam Transfer - Zentrum für Gründung, Innovation, Wissens- und Technologietransfer der Universität Potsdam und dem Institut für Gründungs- und Innovationsforschung (igif) der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt.

HEED ist eines von 23 deutschlandweit geförderten Forschungsprojekten des BMBF-Programms „Kompetenzmodellierung und -messung im Hochschulsektor“.

Weiterbildungsinitiative für das Innovationsmanagement im Mittelstand Sachsen (WINIMIS)

Die Wettbewerbsfähigkeit heutiger Unternehmen hängt stark von Innovationen ab. Obwohl die Zahl forschender Unternehmen in Sachsen beständig zunimmt betreibt nur ein Viertel der sächsischen KMU auch ein systematisches Innovationsmanagement. Ziel der „Weiterbildungsinitiative für das Innovationsmanagement im Mittelstand Sachsen“ (WINIMIS) ist daher eine stärkere Vernetzung von Forschung und Wirtschaft, um die Innovationspotenziale beider Seiten zu erschließen. Dafür konzipierte und erprobte WINIMIS Weiterbildungsformate im Themengebiet Innovation und Innovationsmanagement. Die Weiterbildungen richteten sich an Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen, an Wissenschaftler regionaler Forschungseinrichtungen sowie an Absolventen der MINT-Fächer.

Das Projekt wurde von 2013 bis 2014 in Kooperation von dresden|exists, dem Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation, dem Center for Knowledge Architecture und dem Medienzentrum an der TU Dresden durchgeführt. Weitere Projektpartner waren das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR),die Industrie- und Handelskammer Dresden sowie die GWT-TUD GmbH.

WINIMIS wurde vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

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