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Oxaphil wird „Newcomer des Jahres“ – ein Tag zwischen Konferenztrubel und echtem Startup-Moment

Auf der Sächsischen Innovationskonferenz reicht es eigentlich, einmal kurz stehenzubleiben und schon bist du in einem Gespräch, das du so nicht geplant hattest. So ging es auch einem Kollegen, der vom Eingang bis zum Stand fast zwei Stunden gebraucht hat. Alle paar Meter jemand Bekanntes, dann wieder neue Gesichter, ein kurzes „Was macht ihr gerade?“ – und man ist mitten drin.

Am gemeinsamen Stand mit der M3 Initiative hat sich das dann einfach fortgesetzt. Gemeinsam mit pre•matter und den sächsischen Gründungsnetzwerken Saxeed, Smile und Startbahn13 haben wir gezeigt, wie aus ersten Ideen Gründungsvorhaben werden können – von Co-Founder-Matching über Prototyping bis zur M3 Masterclass. Der Stand war weniger Präsentationsfläche als vielmehr Treffpunkt. Man blieb stehen, kam ins Gespräch und zog weiter zur nächsten Idee. So auch Ministerpräsident Michael Kretschmer, Philipp Amthor und Wirtschaftsminister Dirk Panther auf ihrer Runde.

Die Momente, die hängen bleiben, entstanden aber oft zwischen den Programmpunkten. Gründer:innen tauschten Erfehrungen aus, teilten Kontakte oder entwickelten spontan Ideen weiter. Genau solche Gespräche sind oft mehr wert als jeder Pitch. Gleichzeitig zeigten Teams wie Speechmind oder Cancillico auf der Bühne, wie Gründungswege aussehen können und teilten ihre Erfahrungen aus unterschiedlichsten Phasen.

Der Höhepunkt des Tages folgte am Abend: Oxaphil wurde als „Newcomer des Jahres“ mit dem Sächsischen Gründerpreis 2026 ausgezeichnet.

Innovationskonferenz 2026: Preisverleihung mit Oxaphil
Die Newcomer des Jahres: Das Oxaphil Team mit Wirtschaftsminister Dirk Panther (links) (Foto: mio motion GmbH)

Was heute wie eine Erfolgsgeschichte aussieht, begann vor einigen Jahren als Forschungsprojekt an der TU Dresden. Das Team um Erik Wegener forschte an der Professur für Makromolekulare Chemie von Prof. Rainer Jordan zu Poly(2-oxazolin)-Polymere (POX). Diese biokompatiblen Kunststoffe könnten künftig unter anderem in Pharma, Biomedizin und Kosmetik zum Einsatz kommen und bestehende Hilfsstoffe wie PEG in bestimmten Anwendungen ergänzen oder ersetzen.

Dass daraus ein Startup geworden ist, war allerdings nicht selbstverständlich. Ein erstes Geschäftsmodell entstand im LifeTechLab, es folgten Validierungsförderung, erste Anwendungstests und die Suche nach der passenden Gründungsfinanzierung. Anfang 2025 startete Oxaphil schließlich mit einem EXIST-Gründungsstipendium.

Wir freuen uns besonders über diese Auszeichnung, weil wir das Team auf diesem Weg begleiten durften. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team. Wir sind gespannt, was als Nächstes kommt!

Der Gründerpreis war an diesem Tag nicht der einzige Erfolg für das Dresdner Startup-Ökosystem: INTAGIUM gewann die Saxon Finals des International Founders Award und Leaftronics durfte sich über die Nominierung für den Sächsischen Gründerpreis freuen. Für uns bleibt vor allem eines von diesem Tag hängen: Innovation entsteht nicht allein im Labor oder am Schreibtisch. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, ihre Ideen teilen und sich gegenseitig weiterbringen.

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