Manchmal beginnt Innovation nicht mit einer großen Idee, sondern mit einer einfachen Frage: Wie findet man überhaupt heraus, ob eine Idee gut ist? Genau mit dieser Frage sind 12 Studierende in den „Startup Idea“-Workshop gestartet. Drei Workshop-Tage, jeweils drei Stunden, und ein klarer Fokus: nicht darüber reden, wie Innovation funktioniert, sondern sie wirklich machen.
Tag 1: Rausgehen, bevor man weiß, was man sucht
Der erste Impuls war ungewohnt einfach: nicht brainstormen, sondern zuhören. Statt im Seminarraum zu bleiben, ging es direkt auf den Campus. Gespräche mit Studierenden, spontane Interviews, Beobachtungen im Alltag – am Anfang noch etwas zögerlich, dann immer sicherer.
Schnell wurde klar, dass viele der spannendsten Probleme nicht offensichtlich sind. Sie zeigen sich erst, wenn man Menschen fragt und ihnen wirklich zuhört. Am Ende des Tages stand keine fertige Idee, sondern etwas viel Wertvolleres: ein besseres Verständnis dafür, was überhaupt ein echtes Problem ist.



Tag 2: Aus Gedanken werden erste Dinge
Am zweiten Workshop-Tag änderte sich der Fokus. Aus Beobachtungen wurden Ideen, aus Ideen wurden erste greifbare Formen. Mit einfachen Kreativmethoden entwickelten die Teams Lösungsansätze. Skizzen entstanden, Papierprototypen wurden gebaut, Konzepte wurden diskutiert – und wieder verworfen.
Die entscheidenden Erkenntnisse kamen dabei nicht am Tisch, sondern in Gesprächen mit potenziellen Nutzer:innen. Die ersten Prototypen wurden direkt getestet, oft noch bevor sie sich „fertig“ anfühlten. Und genau das war der Punkt: Lernen durch Reaktion, nicht durch Perfektion.
Tag 3: Wenn aus Ideen plötzlich Richtungen werden
Am dritten Tag wurden aus einzelnen Ideen Ansätze, aus Ansätzen wurden Richtungen. Mit dem Business Model Canvas wurden die Konzepte geschärft: Für wen ist das eigentlich gedacht? Welches Problem lösen wir wirklich? Und wie könnte daraus etwas Tragfähiges entstehen?
Spätestens bei den Pitches wurde sichtbar, wie viel in diesen 1,5 Wochen passiert war. Die Ideen reichten von tech-gestützten Tools bis hin zu überraschend kreativen Konzepten wie neuen Morgengetränke-Erlebnissen, die alltägliche Routinen neu denken.


Was hängen bleibt: Kein Anfang, kein Ende – sondern Iteration
Wenn man diese 1,5 Wochen betrachtet, dann nicht als linearen Prozess, sondern als wiederholten Zyklus aus Ausprobieren, Feedback und Anpassen – also echte Iteration. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war dabei erstaunlich simpel: Man braucht keine ausgereifte Idee, um zu starten. Im Gegenteil, oft entsteht Klarheit erst im Machen.
Dazu gehört auch, Dinge zu tun, die sich zunächst ungewohnt anfühlen: Fremde ansprechen, unfertige Ideen zeigen, Prototypen testen, die noch nicht „rund“ sind. Genau in diesen Momenten entstand bei den Teilnehmenden ein sichtbarer Wandel – hin zu mehr Selbstvertrauen und Neugier.
Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmenden für eure Offenheit und Energie. Es bleibt spannend zu sehen, welche von ihnen diese ersten Schritte weitergehen.
Für alle, die gerne ihre Skills schärfen und eigene Ideen entwickeln möchten, lohnt sich ein regelmäßiger Blick in unseren Kalender. Der nächste „Startup Idea“-Workshop findet voraussichtlich im Juli 2026 startt und bietet wieder die Möglichkeit, eigene Ideen von der Problemfindung bis zum Prototypen zu entwickeln.
Am 5. Juni 2026 startet unser erster Venture Hack ’26 gemeinsam mit Infineon. Dort könnt ihr eure technischen und kreativen Fähigkeiten an realen Challenges testen und in kurzer Zeit im Team Lösungen erarbeiten.
