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Startup-Vorhaben von dresden|exists sichern sich Finanzierung

Ende 2018 konnten gleich mehrere von dresden|exists unterstützte Startup-Projekte eine Finanzierung einwerben werden.

Ganz am Anfang der Gründungsidee steht dabei das Vorhaben KONEKT aus dem Institut der Aufbau- und Verbindungstechnik (Prof. Karlheinz Bock) an der TU Dresden. Die Gründungsidee richtet sich an den wachsenden IoT-Bereich. Um den steigenden Datenstrom der vernetzten Geräte zu bewältigen, werden höhere Übertragungsfrequenzen benötigt. Damit steigen auch die Anforderungen an die Fertigung der elektronischen Baugruppen. Hier geraten die herkömmlichen Fertigungsverfahren an ihre physikalischen Grenzen. Das an der TU Dresden entwickelte „Verfahren zur Kontaktierung eingebetteter Komponenten als Technologielösung“, kurz KONEKT, bietet eine Lösung dieser Probleme. Es basiert auf einer frei formbaren Einbetttechnologie der Bauelemente in Kombination mit einer direkten Metallisierung der Anschlüsse.

Mit dieser Gründungsidee konnte das Team im November die Experten-Jury des EXIST-Forschungstransfer überzeugen und sich eine Finanzierung über ca. 800.000 Euro aus diesen Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums sichern. Damit kann nun das Verfahren zur Marktreife geführt und die Gründung vorbereitet werden.

Bereits weiter sind die beiden Gründungsvorhaben denovoMATRIX und senorics. In der Vorgründungsphase wurden sie ebenfalls mit einem EXIST-Forschungstransfer gefördert. In dessen Ergebnis haben beide Teams im vergangenen Jahr ihr Startup gegründet. Zu Jahresende konnten sie sich nun die erste Finanzierung für ihre Unternehmen sichern. Beide Startups bauen ihr Geschäftsmodell auf Forschungsergebnissen und IP der TU Dresden auf. Die TU Dresden ist  über das Dresdner Modell mit der TUDAG als Gesellschafter an beiden Unternehmen beteiligt.

Wie wir bereits hier berichtet hatten, erhält denovoMATRIX eine Finanzierung vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS). denovoMATRIX stellt eine Technologie zur Verfügung, die es ermöglicht, die Umgebungseigenschaften bei Zellkulturen so realitätsnah wie möglich auf jede Zelle anzupassen. Damit können zellbasierte Behandlungstherapien beschleunigt und Laborergebnisse exakter auf den Menschen übertragen werden.

Investoren für senorics sind der TGFS und die Ventura Investment GmbH, die zusammen 2,3 Millionen Euro bereit stellen. Sensorics  ist Spezialist für kleine Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie-Sensoren. Die neuartige Analysetechnik ermöglicht den Nachweis und die Messung von Inhaltsstoffen und Verunreinigungen in einer Vielzahl von Feststoffen und Flüssigkeiten, wie z.B. in Lebensmitteln, Kunststoffen oder Arzneimitteln. Durch die Verwendung von maßgeschneiderten organischen Halbleitermaterialien, die in Form dünner Schichten zu sehr kleinen Infrarotdetektoren strukturiert werden, kann Senorics hochkompakte wellenlängenselektive Sensorarrays herstellen. Als ersten Anwendungsfall hat das Gründerteam die Bierbranche identifiziert: Brauereien können mit den Senorics Sensoren den Alkohol- und Zuckergehalt ihrer Maische bestimmen und damit den Brauprozess optimieren. Mit der Finanzierung möchte Senorics seine Sensortechnologie weiterentwickeln, um weitere Anwendungsfelder zu erschließen und die Serienproduktion zu beginnen. Grundlage der Sensortechnologie sind patentierte Forschungsergebnisse aus dem Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (iapp) von Prof. Karl Leo an der TU Dresden.

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