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Grün­der­por­trait #57: Torux – Krea­tiv­leistung nach Maß

Für Unter­nehmen in tech­no­lo­gisch hoch ent­wi­ckelten Märkten sind die Qua­lität und die Gestaltung ihrer Pro­dukte zen­trale Wett­be­werbs­fak­toren. Der Entwurf von Pro­dukten, die sowohl hohen Qua­li­täts­an­sprüchen als auch der indi­vi­du­ellen Dif­fe­ren­zierung gerecht werden, ist das Ziel und der Anspruch von Torux, einem Designbüro für Pro­dukt­ge­staltung und Pro­dukt­kom­mu­ni­kation. Hinter Torux stecken Judith Schöpke und Rebekka Müller. Über die Gründung ihres Design­büros haben wir mit Judith Schöpke gesprochen.

 

Die Torux-Gründerinnen ( v.l.): Rebekka Müller & Judith Schöpke (Foto: Torux)
Die Torux-Grün­de­rinnen ( v.l.): Rebekka Müller & Judith Schöpke (Foto: Torux)

Was ist Inhalt Eurer Selbständigkeit?

Wir sind stu­dierte Indus­trie­de­signer und bieten unser Können als Dienst­leistung für Unter­nehmen an. Bei der Ent­wicklung eines Pro­duktes bildet die Gestaltung die Schnitt­stelle zwi­schen ver­schie­denen Dis­zi­plinen. Wie muss das Produkt geschaffen sein, um für Zufrie­denheit in jeder Hin­sicht zu sorgen? Welche Funk­tionen muss es haben und welche Ansprüche werden gestellt? Welches Material ist dafür optimal? Welche Tech­niken stehen für die Pro­duktion zur Ver­fügung? Was darf es kosten? Wie wird es vom Nutzer gehandhabt? Diese und viele weitere Fragen bestimmen unsere Arbeit maß­geblich und defi­nieren eine Richtung für das Design. Par­allel dazu ist die gra­fische Auf­be­reitung ein wich­tiger Bereich, den wir eben­falls bedienen. Neben Flyern, Pla­katen und Web­auf­tritt sind auch Bedie­nungs­an­lei­tungen und erklä­rende Gra­fiken sowie Ani­ma­tionen wichtige Medien, um das Produkt nach außen hin zu kommunizieren.

 

Wie und wann ent­stand die Idee dazu?

In diesem Bereich zu arbeiten steht fest, seit wir das Studium an der HTW Dresden begonnen haben. Zahl­reiche Praktika und Koope­ra­tionen haben uns eben­falls darin bestärkt. Die große Vielfalt durch Pro­jekte in unter­schied­lichen Pro­dukt­be­reichen macht diesen Beruf so spannend und abwechslungsreich.

 

Wann habt Ihr die Ent­scheidung zur Gründung getroffen?

Während des gemein­samen Mas­ter­stu­diums reifte die Idee von einem eigenen Designbüro in Dresden. Kurse wie Design-Management und Design-Recht, sowie das Modul Branding gaben uns die Mög­lichkeit, uns bereits in der Zeit der Mas­ter­arbeit gedanklich mit dem Thema Selbst­stän­digkeit zu beschäf­tigen. Das ent­schei­dende Argument für unsere Gründung war dann die ein­malige Gele­genheit in der HTW Grün­dungs­schmiede risiko- und kos­tenfrei Räume nutzen zu können.

 

Grafischer Auftritt für der HTW Dresden zum Tag der offenen Tür 2015 (Foto: Torux)
Gra­fi­scher Auf­tritt für der HTW Dresden zum Tag der offenen Tür 2015 (Foto: Torux)

Wie sieht ein üblicher Arbeitstag bei Euch aus?

Wir arbeiten Projekt bezogen – daher sieht jeder Tag anders aus. Je nachdem, in welcher Phase der aktuelle Arbeits­stand ist, sind wir beim Kunden vor Ort, sammeln Ideen, fer­tigen Skizzen und Gra­fiken für Prä­sen­ta­tionen an, besprechen ver­schiedene Kon­zepte und defi­nieren Lösungs­an­sätze. Natürlich gibt es neben der Krea­tiv­arbeit auch andere wichtige Auf­gaben: Mes­se­be­suche, das Her­stellen von Kon­takten zu Firmen, der übliche Schrift­verkehr und Telefonate.

 

Was waren bisher die größten Her­aus­for­de­rungen auf dem Weg in die Selbst­stän­digkeit? Und wie habt Ihr diese gemeistert?

Als Dienst­leister im Krea­tiv­be­reich ist die größte Her­aus­for­derung neben Zeit- und Kos­ten­druck immer auch die Qua­lität unserer Arbeit hoch zu halten. In einem eigenen Büro fallen außerdem viele orga­ni­sa­to­rische und büro­kra­tische Dinge an, neben denen die Zeit für Inspi­ration und fach­licher Aus­tausch nicht ver­loren gehen darf. Auch die Akquise neuer Pro­jekte stellt eine Her­aus­for­derung dar, wie man sie im Studium nicht lernen kann.

 

Mobiler Roboter im Reinraum: SCOUT® für Roth & Rau - Ortner Quelle: Roth & Rau - Ortner (Foto: Roth & Rau - Ortner)
Mobiler Roboter im Reinraum: SCOUT® für Roth & Rau – Ortner
(Foto: Roth & Rau – Ortner)

Wie haben Euch die HTW Grün­dungs­schmiede und das Netzwerk von dresden|exists auf Eurem Weg geholfen?

Da wir eine Dienst­leistung anbieten, ist es schwierig in der bestehenden För­der­land­schaft etwas Pas­sendes zu finden. Die HTW Grün­dungs­schmiede die einzige För­derung, die bei uns sofort und effi­zient anschlägt. Ein fester, voll ein­ge­rich­teter Arbeits­platz, den wir 2 Jahre lang kos­tenfrei nutzen dürfen, hat es uns erleichtert, den Schritt in die Selbst­stän­digkeit zu wagen. Jedoch bevor es soweit war, absol­vierte Rebekka das von dresden|exists ange­botene Grün­derCamp, welches ihr das nötige Basis­wissen für die Gründung ver­mit­telte und vor­allem half ihre Geschäftsidee zu konkretisieren.

 

Was macht Euch besonders stolz bzw. was war Euer bisher größter Erfolg?

Wir sind im ersten Grün­dungsjahr und haben bereits Pro­jekte mit natio­nalen und inter­na­tio­nalen Partnern aus der Wirt­schaft erfolg­reich zu Ende gebracht.

 

Wo seht Ihr Euer Unter­nehmen in der Zukunft?

Wir wollen, dass die Lei­den­schaft für gute Pro­dukt­ge­staltung auch wei­terhin maß­geblich unsere Arbeit bestimmt. In Zukunft möchten wir ver­schie­denen kleinen und mitt­leren Unter­nehmen ein zuver­läs­siger Partner im Bereich der Gestaltung sein und mit ihnen zusammen Pro­dukte ent­wi­ckeln, die sowohl für die Industrie als auch für den Kon­su­menten kul­turell ver­tretbar und nutzbar sind. Als Unter­nehmen wollen wir vor allem wachsen, um später ein sicherer Arbeit­geber in unserer Region und in unserer Sparte zu sein. Auf diesem Weg pro­bieren wir viel aus und sind gespannt, welche Pro­jekte als nächstes auf uns warten.

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