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Wie kom­mu­ni­ziere ich die Nach­FOLGE RICHTIG? Tipps einer erfolg­reichen Übergeberin

Erfahrungsaustausch zur Unternehmensnachfolge
Erfah­rungs­aus­tausch zur Unter­neh­mens­nach­folge (Foto: dresden|exists)

Eine Unter­neh­mens­nach­folge ist komplex und sehr indi­vi­duell. Die Dauer des Nach­fol­ge­pro­zesses und die damit ver­bun­denen Her­aus­for­de­rungen werden zu Beginn häufig unter­schätzt. Besonders wertvoll ist es, wenn Unter­nehmer nach einer erfolg­reichen Nach­folge einige Tipps zum Gelingen der Fir­men­über­tragung wei­ter­geben. Am 11. Juni 2015 hatten wir bei der Ver­an­stal­tungs­reihe von FOLGERICHTIG  aus diesem Grund Rita Nerbe zu Gast.

Rita Nerbe, heute geschäfts­füh­rende Gesell­schaf­terin der para°scout con­sulting & coa­ching GmbH, ist erfolg­reiche Über­ge­berin eines Unter­nehmens aus dem Bereich der Metall­in­dustrie. In dem drei­jäh­rigen Nach­fol­ge­prozess stellte sie immer wieder die hohe Bedeutung der internen und externen Kom­mu­ni­kation fest. Denn ein Nach­fol­ge­prozess schafft meist bei allen Anspruchs­gruppen des Unter­nehmens Ängste und Unsi­cher­heiten, welche es mög­lichst zu beschwich­tigen gilt.

Worauf sollte man achten?

„Ein­fache Bot­schaften senden – zum rich­tigen Zeit­punkt“: Dies gilt als Grundsatz für eine erfolg­reiche Kom­mu­ni­kation im Nach­fol­ge­prozess. Dabei müssen Über­geber und Nach­folger, auch wenn Ziel­kon­flikte vor­herr­schen, ein gewisses Maß an Trans­parenz, klare Absprachen, aktives Zuhören und den offenen Aus­tausch der Erwar­tungen gewähr­leisten um eine positive und ziel­ori­en­tierte Kom­mu­ni­kation zu erreichen.

Außerdem spricht Rita Nerbe der Zeit­planung der Kom­mu­ni­kation im Laufe des Nach­fol­ge­prozess eine wichtige Bedeutung zu. Hierbei gilt, das Über­geber und Nach­folger gemeinsam die Fragen „Wem? Wann? Wieviel?“ klären müssen. Damit mög­lichst wenig Miss­ver­ständ­nisse ent­stehen, muss darüber auch Pro­tokoll geführt werden. Außerdem sind gemeinsame Sprach­re­ge­lungen hierfür unabdingbar.

Bei der Kom­mu­ni­kation der Unter­neh­mens­nach­folge gilt es das gesamte Umfeld, sowohl interne, externe als auch private Anspruchs­gruppen mit­ein­zu­be­ziehen. Dabei sollten vor allem gute Bezie­hungen zu Behörden, Lie­fe­ranten und Geschäfts­partnern des Über­gebers an den Nach­folger “über­geben” werden.

Ihren Vortag beendete Rita Nerbe mit einem Zitat des ame­ri­ka­ni­schen Psy­cho­the­ra­peuten Steve de Shazer (1940–2005): „Reden über Pro­bleme, lässt die Pro­bleme wachsen. Reden über Lösungen, lässt die Lösungen wachsen.“

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