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Grün­der­treff on Tour mit leX­solar – Neue Energien verstehen!

Mit den Gründern von leXsolar trafen wir uns zum lockeren Beisammensein in ihrer Büroküche.
Mit den Gründern von leX­solar trafen wir uns zum lockeren Bei­sam­mensein in ihrer Büro­küche. (Foto: dresden|exists)

Am 15. Mai findet im Hör­saal­zentrum das 42. Grün­der­foyer von dresden|exists statt. Passend dazu besuchten wir bei unserem letzten Grün­der­treff Ronny Timmreck und Michael Dietrich von leX­solar. Die beiden Gründer lernten sich einst auf dem Grün­der­foyer kennen und führen seitdem gemeinsam das Unter­nehmen. Mitt­ler­weile gehört leX­solar zu den Markt­führern im Bereich Aus- und Wei­ter­bildung für erneu­erbare Energien. Mit ihren Expe­ri­mentier-Kits, Schu­lungs­sys­temen und Aus­bil­dungs­mo­dulen begeistern sie Schüler, Stu­denten und Lehrer weltweit. Die tech­ni­schen Geräte wie Mini­wind­räder und ‑gene­ra­toren stellen ver­ein­facht, aber korrekt dar, wie umwelt­freund­liche Ener­gie­ge­winnung funktioniert.

Wie aus einem Wett­bewerb eine Grün­dungsidee, aus zwei Stu­denten Unter­nehmer und aus Dresden auf einmal die ganze Welt werden konnte, erzählten uns Ronny Tim­mereck und Michael Dietrich beim letzten Gründertreff.

Unter­neh­mer­geist verbindet

Doch zurück zum Anfang. Lange bevor sich die beiden Gründer kennen lernten, bewarb sich Ronny Timmreck beim Wett­bewerb „Jugend forscht“ mit einem Anschau­ungs­modell für den Schul­un­ter­richt. Die Lehrer waren von diesem Modell so begeistert, dass Timmreck die Idee, Anschau­ungs­mo­delle für den Schul­un­ter­richt zu ent­werfen, nicht mehr los ließ. Sein Unter­neh­mer­geist war geweckt. Nach der Schulzeit begann er ein Phy­sik­studium und ver­suchte, sich im Neben­erwerb selbst­ständig zu machen. Doch schnell merkte er, dass er einen Partner für sein Vor­haben brauchte. Auf einem Grün­der­foyer lernte er Michael Dietrich kennen, der gerade Wirtschafts­wissenschaften stu­dierte. Seitdem sind über zehn Jahre ver­gangen und aus den beiden Stu­denten sind erfolg­reiche Unter­nehmer geworden.

Busi­ness­pläne und andere Herausforderungen

Ronny Timmreck zeigte uns die verschiedenen Experimentier-Kits. (Foto: dresden|exists)
Ronny Timmreck zeigte uns die ver­schie­denen Expe­ri­mentier-Kits. (Foto: dresden|exists)

Doch was macht den Schlüssel zum Erfolg aus? Ihr Geheim­rezept hat uns Ronny Timmreck ver­raten: „ Am Ende geht es um die 5 G’s: Geld, Geduld, Glaube, Grips und Glück!“

Geld: Bevor es mit der Gründung richtig los­gehen konnte, stand dem Phy­sik­stu­denten noch eine schwierige Aufgabe bevor. Er musste einen Busi­nessplan schreiben. Auch wenn es ihn viele Nerven kostete, im Nach­hinein ist sich Ronny Timmreck sicher: „Die Erar­beitung eines Busi­ness­plans ist schon wichtig und sollte gemacht werden, um den Markt kennen zu lernen. Jedoch muss einem klar sein, dass die Umsetzung des Plans zu 80% nicht funk­tio­nieren wird.“  Er selbst gibt jedem Gründer den Tipp: „Hal­biere deinen Umsatz, den du dir im Busi­nessplan vor­ge­nommen hast und ver­dopple deine Kosten. Dann hast du die Rea­lität.“ Doch trotz einiger finan­zi­eller Anfangs­schwie­rig­keiten konnten die beiden Gründer durch Freunde, Familie, eigenem Ersparten und Fremd­ka­pital ihre Idee am Ende doch noch verwirklichen.

Geduld: Noch aus der Stu­den­tenbude heraus ver­suchten die Gründer, ihre ersten Kunden zu gewinnen. Doch das gestaltete sich schwie­riger als gedacht. Da die Bil­dungs­ein­rich­tungen selbst über ihre Lehr­mittel ent­scheiden können, nahmen die Gründer Kontakt mit Schulen in ganz Deutschland auf und stellten ihnen ihre Pro­dukte vor. Erfolg­reich waren sie vor allem in Baden-Würt­temberg, da den dor­tigen Schulen das meiste Geld zur Ver­fügung stand. Jedoch wurde ihnen auch zum ersten Mal wirklich klar, was für ein zäher, lang­wie­riger und geld­loser Markt das Schul­system ist. Den größten Pro­dukt­absatz hat leX­solar im letzten Quartal des Jahres, wenn die Schulen ihre rest­lichen Budgets aus­geben müssen. Auch wenn die Erfahrung mitt­ler­weile zeigt, dass der Haupt­umsatz am Jah­resende ein­ge­fahren wird, ist eine vor­aus­schauende Umsatz­planung ist kaum möglich und die Gründer müssen sich in jedem Jahr aufs Neue über­ra­schen lassen.

Glaube: Die Gründer waren sich von Anfang an sicher: „Erneu­erbare Energien“ ist ein Top-Thema. Sie müssen nur ihren Markt erweitern. Neben den Schulen ver­suchten Sie also, ihre Pro­dukte an Hoch­schulen zu bringen und star­teten nach und nach den Ver­trieb weltweit. „Wenn wir in Deutschland genug Umsatz gemacht hätten, wären wir wahr­scheinlich nicht ins Ausland gegangen.“ gibt Michael Dietrich zu. Denn mit dem welt­weiten Ver­trieb erhöht sich auch das Risiko, dass ihre Idee von anderen auf­ge­griffen wird. Das Anmelden eines welt­weiten Patentes zum Schutz ihrer Pro­dukte ist im Ver­gleich zum Umsatz jedoch zu teuer. Noch können die Gründer von leX­solar jedoch ganz beruhigt sein. Die umfang­reiche Pro­dukt­pa­lette und die gute Qua­lität macht ihnen so schnell keiner nach.

Grips: Zu einem erfolg­reichen Unter­nehmen gehört neben einer guten Idee auch immer ein kom­pe­tentes Team. Mitt­ler­weile arbeiten sieben Fest­an­ge­stellte für Ronny Timmreck und Michael Dietrich. Außerdem gehören zum Team noch 15 Prak­ti­kanten bzw. Werk­stu­denten. Da zu den Expe­ri­mentier-Kits nicht nur die Modelle, sondern auch Ver­suchs­an­lei­tungen gehören, legen die Gründer viel Wert darauf, in päd­ago­gi­scher Hin­sicht Unter­stützung zu bekommen. Die der­zeitige Pro­dukt­ma­na­gerin ist sowohl Phy­si­kerin als auch Lehrerin.

Glück: Das Ver­triebsnetz des Unter­nehmens erweitert sich oftmals ganz zufällig. Ihre Partner lernen sie bspw. auf Messen kennen. Diese ver­langen den Gründern jedes Mal eine Menge Fle­xi­bi­lität und Anpas­sungs­fä­higkeit an die unter­schied­lichen Länder und deren Bil­dungs­systeme ab. Das größte Problem ist hier, dass die Pro­dukte von leX­solar oft nur in kleinen Stück­zahlen bestellt werden, was die Kal­ku­lation meist nicht bere­chenbar macht und zu hohen Ver­sand­kosten führt. Auch auf die unter­schied­lichen Zoll­be­stim­mungen und die Kom­pa­ti­bi­lität der Expe­ri­mentier-Kits mit den jewei­ligen Ländern muss geachtet werden.

Ronny Timmreck hat seine Idee aus der Schulzeit ver­wirk­licht. Mit Geld, Geduld, Glaube, Grips und Glück kommen er und Michael Dietrich ihrem Ziel jeden Tag ein Stückchen näher. Mit ihren Pro­dukten machen Sie erneu­erbare Energien ver­ständlich und legen so den Grund­stein für eine umwelt­freund­liche Energieversorgung.

Wenn auch Du dem­nächst Gründen möchtest und Dir die pas­sende Idee oder der richtige Partner fehlt, dann mach es wie die beiden Gründer von leX­solar und melde Dich noch heute zum Grün­der­foyer an!

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