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Start-up Days 2013: Wis­sen­schaftler aus ganz Deutschland treffen sich in Dresden

Start-up Days Dresden - Eröffnung
Mehr als 100 Wis­sen­schaftler kamen zu den Start-up Days nach Dresden.

Am 7. und 8. Oktober 2013 fanden in Dresden erstmals die Start-up Days statt. Gemeinsam hatten die Max-Planck-Gesell­schaft, die Helm­holtz-Gemein­schaft, die Fraun­hofer-Gesell­schaft und die Leibniz-Gemein­schaft ihre grün­dungs­in­ter­es­sierten Wis­sen­schaftler ein­ge­laden. Die Start-up Days rich­teten sich vor allem an For­scher, die bereits ziel­strebig an der Gründung ihres Start-ups arbeiten oder eine Idee für eine Unter­neh­mens­gründung haben. Die Teil­nehmer hatten die Mög­lichkeit, sich in unter­schied­lichsten Vor­trägen und Work­shops zu den rele­vanten Themen einer Unter­neh­mens­gründung wei­ter­zu­bilden. Mehr als 100 Wis­sen­schaftler aus ganz Deutschland haben diese Gele­genheit genutzt und an der von dresden|exists orga­ni­sierten Ver­an­staltung teilgenommen.

Am ersten Ver­an­stal­tungstag drehte sich alles um das ABC des Gründens. Die Teil­nehmer konnten sich neben den wich­tigen recht­lichen Aspekten einer Unter­neh­mens­gründung auch über die Durch­führung von Markt- und Tech­no­lo­gie­ana­lysen infor­mieren. Aber auch Themen  wie Geschäfts­mo­dell­ent­wicklung, Busi­ness­pla­ner­stellung und Intel­lectual Pro­perty kamen nicht zu kurz. In der anschlie­ßenden Podi­ums­dis­kussion hatten dann vier Wis­sen­schaftler das Wort, die den Schritt einer Unter­neh­mens­gründung bereits erfolg­reich gegangen sind. Die vier berich­teten von ihren Erfolgen vor allem aber auch von großen Her­aus­for­de­rungen, vor denen sie mit ihren Unter­nehmen standen. Besonders machten sie deutlich, dass man mit seiner Idee oder seinem Unter­nehmen auch mal scheitern kann und das keine Schande ist. In dem Fall muss man nach vorn schauen und aus den Fehlern lernen. Dann macht man es beim nächsten Mal besser.

Abschluss des Tages bildete die Abend­ver­an­staltung im „Ita­lie­ni­schen Dörfchen“ inmitten der Dresdner Alt­stadt. Ein beson­deres High­light war die Dinner-Speech von Prof. Karl Leo, einem mit bereits acht Unter­neh­mens­grün­dungen überaus aktiven und erfolg­reichen „Grün­der­wis­sen­schaftler“. Prof. Leo, selbst Phy­siker, gab den anwe­senden Wis­sen­schaftler mit auf den Weg, dass man sich bei der Umsetzung seiner Idee im Rahmen einer Unter­neh­mens­gründung vor allem auf seine Stärken und Kom­pe­tenzen fokus­sieren solle. Bei den Themen wo man selbst keine Kom­pe­tenzen hat, sollte man sich, auch wenn es schwer fällt, Unter­stützung holen. So riet er dazu, sich bei der Ent­wicklung des Geschäfts­mo­dells oder von geschäft­lichen Pro­zessen einen Betriebswirt mit ins Team zu nehmen.

Start-up days_Podiumsdiskussion
Erfahrene Unter­neh­mens­gründer berichten von ihren Erfahrungen.

Am zweiten Tag stellten die vier Wis­sen­schafts­ge­mein­schaften in internen Work­shops vor, mit welchen Maß­nahmen die jeweilige Ein­richtung Aus­grün­dungen unter­stützt. Abschluss der Start-up Days bil­deten vier Pra­xis­work­shops. Hier konnten sich die Wis­sen­schaftler im Ver­trieb tech­ni­scher Pro­dukte üben, ein Geschäfts­konzept für ihre Idee erstellen oder mit­hilfe des Software-Tools „runpat“ ihr Konzept zu einem Busi­ness­plan­entwurf wei­ter­ent­wi­ckeln. Zudem lernten sie Krea­ti­vi­täts­tech­niken kennen, mit­hilfe derer sie Pro­dukte ziel­ge­rich­teter und kun­den­ori­en­tierter ent­wi­ckeln können.

Start-up days_Workshop
In Pra­xis­work­shops konnten die Wis­sen­schaftler an ihren eigenen Ideen arbeiten

Abschließend lässt sich sagen: die ersten Start-up days waren ein voller Erfolg. Die Wis­sen­schaftler haben zahl­reich die Mög­lichkeit genutzt, sich für die Unter­neh­mens­gründung aus der Wis­sen­schaft fit zu machen. Besonders wurde die Mög­lichkeit gelobt, sich unter­ein­ander über Insti­tuts­grenzen hinaus, aber auch mit erfah­renen Unter­neh­mens­gründern aus­zu­tau­schen und von deren Erfah­rungen zu lernen. Für die Zukunft wünschten Sie sich noch mehr Erfah­rungs­be­richte von erfah­renen Wis­sen­schafts­gründern. Dazu werden die Teil­nehmer im nächsten Jahr wieder Gele­genheit haben. Auf­grund der sehr posi­tiven Resonanz, werden die Start-up Days  auch 2014 als gemeinsame Ver­an­staltung der For­schungs­ge­mein­schaften stattfinden.

 

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