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Rück­blick Ideas2Market – Wie helfen Cluster zu erfolg­reichen Unternehmungen?

Prof. Thomas Miko­lajick (TU Dresden, Namlab) sprach über die zukünf­tigen Mög­lich­keiten für Grün­dungen im Cool Silicon-Cluster.

Anlässlich  Spit­zen­clus­ter­tages des Bran­chen­ver­bands Cool Silicon stand die Ideas2Market-Ver­an­staltung am 29.11.2012 unter dem Motto “Gründen im Cluster”.

Für einen guten Über­blick über das Cool Silicon-Cluster stellte Prof. Thomas Miko­lajick (TU Dresden, Namlab) den frisch fertig gewor­denen Image-Film vor und sprach über die Her­aus­for­de­rungen und die zukünf­tigen Mög­lich­keiten Grün­dungen in diesem Cluster. Das Spit­zen­cluster Cool Silicon umfasst die Bereiche Mikro- und Nano­tech­no­logien, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­systeme sowie Sensornetzwerke.

Anschließend warf Uwe Gäbler (Infineon) in seinem Beitrag über Cyber Phy­sical Systems einen Blick in die Zukunft .

Auf der Start­seite der Nach­wuchs­for­scher­gruppe VCCI der Fakultät Informatik/TU Dresden wird eine sehr plas­ti­scher Eint­stieg in die Bedeutung der Cyber Phy­siacal Systems (CPS) gegeben:

Ein Gerät wie ein Mobil­te­lefon kann heute mit Apps beliebige Funk­tionen wie Haus­steuerung, Unter­haltung oder Gesund­heits­be­ratung über­nehmen. Auch für Roboter und Häuser werden ähn­liche Tech­no­logien ent­wi­ckelt. Intel­li­gente Ver­bünde von solchen Geräten bilden soge­nannte Cyber­phy­si­ka­lische Systeme (CPS). Dieser neu­artige Sys­temtyp umfasst kom­plexe, ein­ge­bettete Systeme, die Vor­gänge der phy­si­schen Rea­lität mit der digi­talen Welt ver­binden. Moderne Strom­netze (SmartGrid), intel­li­gente Büro­in­stal­la­tionen (SmartOffice) oder der Einsatz von Robotern im häus­lichen Bereich sind nur einige Bei­spiele für Anwen­dungen von CPS.

Uwe Gäbler zeigte in seinem Impuls­vortrag die Weite der Anwen­dungs­felder für CPS auf. “Ob wir es sehen können oder nicht – nahezu alle Bereiche des täg­lichen Lebens werden in Zukunft stärker von Mikro­elek­tronik durch­drungen werden.” Dem trägt Silicon Saxony heute schon Rechnung: im Fach­be­reich Apli­ka­tionen wurde bei­spiels­weise eine Kom­pe­tenz­plattform für Anwen­dungen mit hohem Halb­leiter und Mikro­elek­tronik­anteil geschaffen. Da CPS eigentlich der Start­punkt für das Internet der Dinge (web 4.0) sind, ist die Bedeutung von Sen­soren, die Dinge, Daten und Dienste ver­knüpfen, sehr hoch. In Zukunft wird es eine viel größere Über­lappung zwi­schen Cyber-Welt und realer Welt über diese Ver­knüp­fungen geben.

Grün­dungen im und aus dem Cluster werden in diesem Bereich von großer Bedeutung  sein, da dieser großes Potential für neue Geschäfts­mo­delle und zukunfts­wei­sende Pro­jekte und Dienst­leis­tungen bietet – und gleich­zeitig eine besondere Chance für Sachsen als Standort in Deutschland und Europa darstellt.

Um diese Grün­dungen aus dem Cluster Wirk­lichkeit werden zu lassen, müssen nach Gäbler allen Mit­gliedern des Clusters die eigenen Kom­pe­tenzen bekannt sein, Bedürf­nisse und Trends iden­ti­fi­ziert, Ideen und deren Erfolgs­aus­sichten bewertet  sein und Teams und Mit­streiter für einen starken Anschub zusam­men­ge­führt werden.

Mit dieser Aus­sicht schließt Uwe Gäbler seinen Vortrag mit dem Zitat ab:

Nicht alles was gewagt wird gewinnt, aber alles was gewinnt wurde irgendwann gewagt. (Prof. Oliver Gas­smann, Uni­ver­sität St. Gallen)

Anmerkung: Am 03. Dezember 2012 wurde ein eigener Arbeits­kreis innerhalb des Silicon Saxony zum Thema CPS gegründet.

Einen Ein­blick in die Gegenwart gab Dr. Claus Schindler aus dem Netz­werke CoOptics (Region Jena/Thüringen). In seinem Vortrag stellte er die Zusam­men­arbeit der regio­nalen Netz­werke in Deutschland und auf natio­naler Ebene sowie Aus­gründung im Optik­be­reich vor.

In den anschlie­ßenden Work­shops stand das Thema Finan­zierung im Mit­tel­punkt. Hier  konnten die Teil­nehmer mehr über die Finan­zierung mit Eigent­kaptial – am Bei­spiel des Tech­no­logie- und Grün­der­fonds Sachsen (TGFS) und der der Aus­gründung Qoniac (ver­treten durch Dr. Adwin Timmer) – sowie über die Finan­zierung mit einem EXIST-For­schungs­transfer am Bei­spiel von SIListra Sytems GmbH (ver­treten durch Dr. Martin Süß­kraut) erfahren.

Auf dem Podium dis­ku­tierten (v.l.n.r.): Dr. Martin Süß­kraut (SIListra Systems), Prof. Thomas Miko­lajick (TU Dresden, Namlab), Dr. Adwin Timmer, Dr. Frank Pan­kotsch (dresden|exists), Thomas Schäfer (TGFS) und Dr. Claus Schindler (CoOptics)

 

Unter den 20 Aus­stellern im Rahmen der Ver­an­staltung befanden sich auch junge Grün­der­teams aus dem Umkreis der HTW/TU Dresden , die sich gerade auf dem Weg in die Selbst­stän­digkeit befinden:

  • Eelee.com ist ein mit dem Exist-Grün­dersti­pendium geför­dertes Team aus Infor­ma­tikern aus dem Umkreis des Lehr­stuhls für Rech­ner­netze an der TU-Dresden, das mit neu­estes For­schungs­er­geb­nissen aus den Bereichen Infor­mation Retrieval und Infor­mation Extraction eine neue Form der digi­talen Pro­dukt­suche ent­wi­ckelt, die ins­be­son­de­re­weiche Merkmale und Mei­nungen berücksichtig.
  • apus­systems ent­wi­ckelt digitale und platt­form­über­grei­fende Datenbank- und Soft­ware­lö­sungen zur Ver­waltung land­wirt­schaft­licher Anlagen. Apus­systems werden mit dem EXIST-Grün­dersti­pendium gefördert und sind in der HTW-Grün­der­schmiede beheimatet.
  • mul­ti­media forensic tools – ist ein Projetk, das ab dem 01. Januar 2012 mit einem exists Grün­dersti­pendium gefördert wird. Das Grün­derteam um Dr. Thomas Gloe kommt aus dem Bereich Bildforensik/Multimedia Forensik der Fakultät Infor­matik der TU Dresden und ent­wi­ckelt eine Software zur Über­prüffung der Autenthi­zität von Bild‑, Ton‑, und Videomaterial.
  • xisa unter­stützt über die gleich­namige cloud­ba­sierte B2B-Plattform und durch ein intel­li­gentes Matching Unter­nehmen bei der effi­zi­enten Auswahl von Per­so­nal­res­sourcen. Xisa ist durch Microsoft® BizSpark gefördert.

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