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Mit kleinen Mitteln viel bewegen!?

Unter dem Leit­ge­danken, dass hinter jeder guten Unter­neh­mensidee auch eine gute Mar­ke­ting­stra­tegie steckt, fand der sechste Grün­der­treff des Jahres zum Thema “Lean Mar­keting – Mit kleinen Mitteln viel bewegen” statt. Vor zahl­reichen Grün­dungs­in­ter­es­sierten und  erfah­renen Gründern sprach Jenny Gleitsmann von J.Punkt Mar­keting über die Mög­lich­keiten und Erfor­der­nisse eines gelun­genen stra­te­gi­schen Marketings.

Doch was ver­steht man eigentlich unter dem Begriff des Lean Marketings?

Das soge­nannte “schlanke Mar­keting” ver­sucht die mar­ke­ting­spe­zi­fi­schen Vor­ge­hens­weisen mög­lichst effi­zient zu gestalten, also Ver­schwendung zu ver­meiden. Dies kann bspw. durch Fle­xi­bi­lität, straffe Kos­ten­kon­trolle, Kon­zen­tration auf Kernkm­pe­tenzen und Kun­den­ori­en­tierung geschehen.

Um diesen Fak­toren gerecht zu werden, defi­nierte Frau Gleitsmann fünf grund­le­gende Regeln für gutes Marketing:

1. Kunden haben Bedürf­nisse und Wünsche

Der Wunsch ist öko­no­misch vom Bedürfnis zu unter­scheiden. Er stellt quasi eine Kon­kre­ti­sierung des Bedürf­nisses dar. An diesem Punkt knüpft das stra­te­gische Mar­keting an. Das Bedürfnis kann trotz einiger Spe­ku­la­tionen nicht beein­flusst werden, jedoch der Weg und das Mittel der Bedürf­nis­be­friedung – nämlich der Wunsch.

2. Mar­keting denkt immer intern und extern

Zu den Kern­auf­gaben des Manage­ments gehört es, das Selbst­ver­ständnis, also den unter­neh­me­ri­schen Gedanken an seine Mit­ar­beiter wei­ter­zu­geben. Die Mit­ar­beiter sind nicht nur oft die ersten Ansprech­partner bei der Kon­takt­auf­nahme mit dem poten­ti­ellen Kunden, sondern auch die ersten Wer­be­bot­schafter. Miese Laune und schlechter Geruch sind dabei nicht gerade als ver­kaufs­för­dernde Eigen­schaften zu deklarieren.

Jenny Gleitsmann von J.Punkt und Dirk Sobirai von dresden exists stellten sich den zahlreichen Fragen des Auditoriums
Jenny Gleitsmann von J.Punkt und Dirk Sobirai von dresden exists stellten sich den zahl­reichen Fragen des Auditoriums

3. Lebens­zyklen und Markt­seg­mente im Blick behalten

Bei der Anwendung dieser Regel ist es von beson­derer Wich­tigkeit, den Nutzen über das Ver­ständnis der Ziel­gruppe zu gene­rieren. Erfüllt das Produkt noch den Anfor­de­rungen und Trends meiner defi­nierten Ziel­gruppe? Ist ein Relaunch nötig? Wächst der Markt ohne mich?

4. Stra­te­gische Erfolgs­größen festlegen

Neben den ope­ra­tiven Fak­toren wie den Umsatz, den Gewinn oder der Rendite, welche den Ist-Zustand eines Unter­nehmens beschreiben, sind zukunfts­be­stim­mende Fak­toren von beson­derer Bedeutung für die Unter­neh­mens­ent­wicklung. Ansatz­punkte können hierzu bspw. der Markt­anteil, die Pro­dukt­qua­lität, die Qua­li­fi­kation der Mit­ar­beiter, Pro­dukt­dif­fe­ren­zierung oder die Ser­vice­qua­lität sein. Die Auf­de­ckung und Analyse dieser Erfolgs­größen sind grund­le­gende Fak­toren bei der Aus­legung einer neuen Strategie.

5. Keine Maß­nahmen ohne Strategie

Besonders junge Unter­nehmen haben meist nur einen geringen Spielraum und even­tuell auch nur diese eine Chance, um eine erfolg­reiche Mar­ke­ting­kam­pagne durch­zu­führen. Daher ist es umso wich­tiger “mit Köpfchen” zu planen.

In einer Zeit in der sich viele Unter­nehmen in einem immer kom­plexer wer­denden Umfeld befinden, der Kos­ten­druck steigt und erfolg­reich erprobte Struk­turen und Vor­ge­hens­weisen dem Wett­bewerb nicht mehr gerecht werden, ist es von zuneh­mender Bedeutung all seine eigenen Optionen und Ein­fluss­fak­toren ständig zu hin­ter­fragen, die Kern­kom­pe­tenzen und den rele­vanten Markt zu defi­nieren, um aus diesen eine erfolg­reiche Mar­ke­tings­tragie abzu­leiten.  Dazu ist eine umfas­sende, objektive und detail­lierte Umwelt- und Unter­neh­mens­analyse erfor­derlich. Ein “leicht para­noider Blick” auf die Kon­kurrenz sei hierbei ebenso durchaus hilf­reich, so Frau Gleitsmann.

Der nächste Grün­der­treff findet zu dem Thema “Business-Knigge – Es gibt keine zweite Chance für Ihren ersten Ein­druck! am 31.07.2012 um 18.30 Uhr in den Räum­lich­keiten von neonworx statt.

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