
Am 6. November 2007 feierte die Gründungsinitiative einen runden Geburtstag: Es fand das bereits 30. Gründerfoyer im Hörsaalzentrum der TU Dresden statt. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der technologieorientierten Gründung“ in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Dresden durchgeführt. Der Abend stand ganz unter dem Motto „Technologieorientierte Unternehmensgründung“.
Wie man mit Power ins Technologiegeschäft startet schilderten zwei Jungunternehmer in Form eines Elevator pitchs. Lutz Zienert von der Scus GmbH gründete im Oktober dieses Jahres aus dem Fraunhofer AVV sein Unternehmen aus, welches sich mit Fragen rund um klimatische und mechanische Umwelteinflüsse auf Produkte und Verpackungen beschäftigt. Dr. Melanie Hentsche vom IKTS Fraunhofer Institut berichtete über die bevorstehende Ausgründung der Thick Film Components GmbH (TFC), die sich mit der Produktion und Vermarktung der am IKTS entwickelten Dickschichtkomponenten sowie der Produktion und Vermarktung von keramischen Sensorelementen beschäftigt.
Im anschließenden Hauptvortrag schilderte Dr. Lenk, Geschäftsführer der VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH, die Herausforderungen einer technologieorientierten Unternehmensgründung.
Dr. Peter Lenk referierte über die bewegte und nicht immer einfache Zeit des Unternehmens seit seiner Gründung durch Dr. Manfred von Ardenne. Das Unternehmen ist 1991 aus dem Dresdner Forschungsinstitut Manfred von Ardenne (IvA) hervorgegangen. Damals startete das Unternehmen mit 65 Mitarbeitern. Bis zum Jahr 2007 ist die Mitarbeiterzahl auf ca. 400 angewachsen. Mit der Mitarbeiterzahl kletterten auch die Umsatzzahlen in die Höhe – innerhalb von 6 Jahren von ca. 35 Millionen Euro auf 104 Millionen Euro. Als besondere Leistung stellte Dr. Lenk das unermüdliche Engagement der Mitarbeiter heraus, ohne die das beeindruckende Unternehmenswachstum nicht möglich gewesen wäre. Heute gehört die VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH zu den weltweit führenden Anbietern von Elektronenstrahl- und Plasmatechnologien. Weiterhin ging Dr. Lenk auf die besonderen Herausforderungen von High-Tech-Gründungen ein: Lange Vorlaufzeiten, hoher Kapitalbedarf für Forschung und Entwicklung und eine nur schwer kalkulierbare Marktsituation.
Dr. Lenk gab den gründungsinteressierten Zuhörern mit auf den Weg, dass es trotz großer Konzerne möglich ist, sich in Nischen zu bewegen und sich mit innovativen Ideen am Markt zu behaupten.

