Dresdner Gründungsteam SIListra Systems gewinnt bei IKT innovativ

Wir beglückwünschen das Team SIListra Systems! Sie haben bei der Auszeichnung zur zweiten Runde des Gründerwettbewerbs „IKT innovativ 2011“ auf der Cebit in Hannover 6000 € Gründungsunterstützung gewonnen.

Wer dem Team nacheifern möchte, kann den Gründerwettbewerb IKT innovativ am 9. Mai zum dresden|exists Gründerforum im Rahmen der Kongressveranstaltung open4INNOVATION2012 kennen lernen. Der Wettbewerb wird zweimal jährlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgelobt und richtet sich an angehenden Jungunternehmer im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Insgesamt haben mehr als 270 Teams ihre Bewerbung in drei verschiedenen Kategorien eingereicht.

SIListra Systems gehören mit ihrer Software im Bereich der funktionalen Sicherheit von Steuergeräten zu den 18 Gewinnern, die vom Parlamentarischen Staatssekretär des BMWi, Hans-Joachim Otto, für ihre innovative Geschäftsidee ausgezeichnet wurden. Die Softwarelösungen von SIListra sind branchenübergreifend einsetzbar und erkennen Ausführungsfehler von computergesteuerten Systemen vollständig automatisch. Dies ist insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Automobilindustrie und bei der Bahn von hoher Bedeutung für die Ausführung von sicherheitsrelevanten Anwendungen. Gleichzeitig kann der Energieverbrauch und die Entwicklungsdauer dieser Applikationen optimiert werden. Das Gründungsteam von SIListra Systems kommt von der Professur für Systems Engineering an der TU Dresden.

Wir freuen uns mit Prof. Christof Fetzer, Dr. Martin Süßkraut, André Schmitt, Jörg Kaienburg und Dr. Ute Schiffel (University of Reykjavik) über den Sieg und wünschen ihnen weiterhin alles Gute im Gründungsprozess.

 

Jubiläums-Gründertreff: 100 mal Rat und Unterstützung für Gründungsteams beim dresden|exists Gründertreff

Am 27. März laden wir ganz herzlich zu Kaffee und Kuchen ein. Anlass ist unser 100. Gründertreff, der als informelle Austausch- und Informationsrunde für unsere Gründungsteams ins Leben gerufen wurde.

dresden|exists Gründertreff - Austauschplattform für Gründer und Gründerinnen

dresden|exists Gründertreff - Austauschplattform für Gründer und Gründerinnen

Gemeinsam mit unseren Gründungsteams und jungen Start-ups, unseren Partnern und Unterstützern sowie allen interessierten Gästen wollen wir beim kommenden Gründertreff die Zeit ein wenig Revue passieren und ehemalige Teams und heute erfolgreiche Unternehmer zu Wort kommen lassen.

Die Referenten aus den Reihen der Gründungsteams werden an diesem Abend aus den Bereichen Kreativwirtschaft, Optik und Engineering kommen:

Die ravir film GbR gibt es bereits seit 2001. Als Nebenjob während des Studiums arbeiteten Dorit Jeßner, Uwe Nadler und Felix Göpfert gemeinsam an Filmprojekten. Aus der gemeinsamen Leidenschaft entstand das eigene Unternehmen. Fünfjähriges Bestehen feiern in diesem Jahr die Gründer von neongrau. Das Start-up arbeitet sowohl im Produktdesign- als auch im Kommunikationsbereich. Gestartet haben die jungen Gründer mit ihrem eigenen Produkt: das puristische Design der Fahrradmarke veloheld steht für die Designsprache des jungen Teams und hat zahlreiche Kunden auf neongrau aufmerksam gemacht.

Die Caterna GmbH gründete sich 2010 aus der TU Dresden und möchte mit ihrer computergestützten Sehschule die altbewährten Behandlungsmethoden für Kinder mit schielbedingter Sehschwäche ablösen. Eine ganz andere Gründungsidee hatten Marco Wildner und Christian Münch. 2002 begannen sie, im heimischen Keller T-Shirts zu bedrucken. Nach abgeschlossenem Studium gründeten sie die Nikki GmbH. Schnell entwickelten sich neben dem eigentlichen Geschäft noch viele Geschäftsideen: der Produktionsstandort „Nikkifaktur“ ist heute Druckerei und Kunstgalerie in einem. Die Berichte der leXsolar GmbH, auf Produktion und Vertrieb von Lehrmitteln im Bereich  der Erneuerbaren Energien spezialisiert, sowie der Kiwigrid GmbH, eine Technologie-Plattform zur Erfassung und Messung des Verbrauchs von elektronischen Geräten, runden den Abend ab.

Unser Gründungsteam Campua Dresden, sonst mit ihrem mobilen Café am Uni-Campus zur Versorgung der Studierenden unterwegs, wird an diesem Abend die leckeren Heißgetränken zum Geburtstagskuchen anbieten. Wir freuen uns!

Dresdner Forscher und Gründer gewinnen Deutschen Zukunftspreis

Es gibt einmalige Momente im Leben. Und eben so einen Moment erlebten drei Dresdner Forscher und Gründer am 14. Dezember bei der Verleihung des Deutschen Zukunftspreises für Technik und Innovation des Bundespräsidenten.

Quelle: www.deutscher-zukunftspreis.de (Deutscher Zukunftspreis Bundesbildstelle)

Prof. Dr. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer wurden von Christian Wulff für ihre herausragende Grundlagenforschung und die anschließende Entwicklung eines marktfähigen Produkts auf dem Gebiet der Oled-Technologien geehrt. Aus ihrer Arbeit heraus sind bereits zwei Unternehmen entstanden, die  ihre Entwicklungen vermarkten und hierfür weltweit führend sind: die Novaled AG und die Heliatek GbmH.

Novaled hat sich 2003 gegründet und mittlerweile über 120 Mitarbeiter weltweit und ist mit OLED Technologien und Materialien erfolgreich in einer neuen Generation der Display- und Beleuchtungsindustrie am Markt. Die ebenfalls in Dresden ansässige Heliatek GmbH ist weltweit führender Anbieter für die nächste Generation von dünnen, leichten und biegsamen Solarmodulen.

Wir gratulieren allen recht herzlich und sind sehr stolz, dass eine Idee und zwei Unternehmen, die wir mit begleiten konnten, solch weitreichendes Feedback in ganz Deutschland erfahren haben.

Gründerportrait #16: Dresdner Start-up Saxray gründet sich mit innovativer Röntgenanalytik

Saxray entwickelt, baut und vertreibt innovative Komponenten für die Röntgenanalytik, mit denen sich Materialien präziser und einfacher untersuchen lassen. Vor kurzem ist das Saxray-Team, das aus dem Physiker Dr. Tilmann Leisegang, dem Ingenieur Marco Herrmann und dem Wirtschaftsingenieur Robert Schmid besteht, von der Idee zum Unternehmen gereift und auf dem Markt aktiv.

Saxray ist ein gemeinsames Ausgründungsprojekt aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, der TU Dresden und der TU Bergakademie Freiberg. Teammitglied Robert Schmid haben wir gebeten, die Idee hinter Saxray kurz vorzustellen:

Jungunternehmer des Saxray-Teams“Unser dreiköpfiges Team der Saxray GmbH entwickelt und vertreibt Highend-Komponenten für Röntgenanalysegeräte. Die Idee zum Bau solcher Komponenten hat ihre Wurzeln in der Nanostrukturphysik der TU Dresden. Sie reifte im Businessplanseminar von dresden|exists und dem Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation und wurde, flankiert von EXIST-Gründerstipendium und SAB-Seed-Stipendium, schließlich bis zur erfolgten Gründung der GmbH vorangebracht.
Wichtigstes Produkt im Spektrum von Saxray ist unsere Adaptive Röntgenoptik (ARO). Diese wurde am Institut für Strukturphysik aus dem Umstand heraus entwickelt, dass bis dato keine Optiken für Röntgenanalysegeräte existieren, welche die Strahlqualität kontinuierlich aufzeichnen, damit Rückschlüsse auf Störungen zulassen und so die Möglichkeit bieten, die gemessenen Daten zu korrigieren, um ultrapräzise Analyseergebnisse zu erzielen.

Mit unserer Optik ist damit in der Materialforschung ein neues Niveau der Messung möglich, deren Qualität etablierte Lösungen deutlich übertrifft. Das alles bei gleichzeitig wesentlich vereinfachter Handhabung und erhöhter Anwenderfreundlichkeit. Profitieren sollen davon die Kristallographie, die Materialwissenschaft und insbesondere die Nanotechnologie.
Unsere Technologie bis zur Serienreife zu führen ist rückblickend bisher die anspruchsvollste Aufgabe für unser Team. Nun müssen Referenzkunden gewonnen werden, wobei bereits erste Interessensbekundungen vorliegen. Ziel ist es, mit der Optik Erstausrüster für Komplettgeräte zu werden. Auch eine Vision hat Saxray: ein Miniaturröntgenlabor.”

Vielen Dank Robert für den kurzen Einblick. Wir wünschen Euch viel Erfolg auf dem weiteren Weg und sind gespannt, welche Entwicklungen Saxray nimmt!

Gründerportrait #15: Steffen Söll – Übernehmer der SKM GmbH

Steffen Söll ist in der Welt umhergekommen. Seine beruflichen Stationen waren in Finnland, Singapur und Shanghai. Angekommen ist er nun in Boxberg in der Oberlausitz. Gemeinsam mit seiner Frau ging er den Weg einer externen Firmenübernahme, kaufte ein Unternehmen. Wir haben ihn im Interview befragt, wie er die Entscheidung getroffen hat und was für ihn die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Geschäftsführer waren.

1. Welches Unternehmen haben Sie übernommen?

Mein Frau Kristin Söll und ich -  wir haben gemeinsam die SKM GmbH mit Sitz in Boxberg übernommen. Das Unternehmen produziert Sondermaschinen und fördertechnische Ausrüstungen für den Bergbau, die Grundstoffindustrie, die Recyclingtechnik und die Kraftwerkstechnik – angefangen von der Konstruktion, über die Fertigung und Lieferung bis zur Montage und Inbetriebnahme. Derzeit sorgen 55 Mitarbeiter dafür, dass die Kunden individuelle Teil- bzw. Komplettanlagen inklusive der elektronischen Ausrüstung, SPS-Steuerung und deren Programmierung erhalten.

2. Wie und wo haben Sie den Übergeber kennengelernt?

Das Finden potentieller Unternehmer im „Vorruhestandsalter“ mit ungelöster Nachfolge war das größte Problem. Wir haben während unserer aktiven Suche nach der passenden Firma mehr als 40 Unternehmen analysiert. Im November 2010 kamen wir über einen Makler mit dem Geschäftsführer der SKM GmbH ins Gespräch und lernten vor Ort das Unternehmen kennen.

3. Wann haben Sie sich für die Übernahme entschieden?

Man braucht schon einige Zeit, bevor man die Entscheidung für ein Unternehmen treffen kann. Nach ersten Verhandlungen führten wir eine Due Diligence durch und entschieden uns im Mai 2011 für den Kauf.

4. Was waren die Gründe für Ihre Entscheidung?

Von den Unternehmen, die wir im Rahmen unserer Suche analysiert haben, war die SKM GmbH die beste Wahl. Sie ist ein solides Unternehmen. Hinter der Geschäftsführung stehen hervorragende, hoch motivierte Mitarbeiter. Mit der Übernahme sind unsere Visionen und Ziele realisierbar.

5. Was waren die drei größten Herausforderungen während der Übernahme und wie haben Sie diese bewältigt?

Das Finden bzw. Identifizieren geeigneter Unternehmen stellte eine große Herausforderung für uns dar. Die Lösung sahen wir in einer breiten Akquise. Wir haben uns eine Vielzahl von Unternehmen angesehen. Zurückblickend war das der einzig richtige Weg.

Das Stricken der Finanzierung war eine weitere Herausforderung. Wir hatten eine solide Eigenkapitalbasis, auf der wir aufbauen konnten. Darüber hinaus trennten wir strikt zwischen der Investitionsfinanzierung und den Kosten des Projektes. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt. Im Rahmen der Finanzierungsverhandlungen galt es dann, die eigenen Interessen nicht aus den Augen zu verlieren. Mit Wissen und Rückgrat konnten wir schließlich unsere Vorstellungen durchsetzen.

Und schließlich mussten wir uns auch mit den Emotionen der Beteiligten auseinandersetzen. Einigen Beteiligten ging die Firmenübernahme sehr nah. Dabei galt es, Rücksicht auf die persönlichen Belange zu nehmen. Und das gestaltete sich stellenweise schwieriger, als das Finden der geeigneten Übernahmestrategie.

6. Was macht Sie besonders stolz bzw. was sind Ihre bisherigen Erfolge?

Stellen Sie mir die Frage in 10 Jahren nochmal, dann kann ich Ihnen eine Antwort darauf geben. Bis jetzt haben wir jedoch erreicht, dass wir den Mitarbeitern eine Zukunft gegeben haben. Wir haben uns das Projekt Unternehmensnachfolge vorgenommen und schließlich auch umgesetzt. Unseren Finanz- und Zeitplan konnten wir einhalten. Alle anderen Erfolge stellen sich hoffentlich auch ein.

7. Gab es Tage, an denen Sie sich nicht sicher waren, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie haben Sie diese Hürden gemeistert?

Wir haben die Unternehmensnachfolge als Familie in Angriff genommen. Intensive Gespräche haben uns auf dem Weg geholfen. Den Prozess an sich, haben wir nie in Frage gestellt. Aber es gibt Tage, an denen man sich doch wünscht, man hätte bspw. Berufsschullehrer gelernt. Die Momente waren  jedoch immer nur kurz. Schließlich brauche ich Herausforderungen.

8. Welche Erfahrungen möchten Sie an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung stehen, eine Unternehmensnachfolge anzutreten?

Auf jeden Fall: Formulieren Sie ein klares Konzept und setzen Sie dieses dann auch um! Selbstständigkeit heißt, seine Ideen zu verwirklichen – egal, ob das Unternehmen neu gegründet oder gekauft wird. Wichtig ist es, seinen eigenen Weg zu gehen, auf die innere Stimme zu hören. Während der Übernahme werden Sie von Beratern unterstützt. Achten Sie darauf, dass das Eigeninteresse des Beraters nicht stärker in den Vordergrund rückt, als Ihre eigenen Ziele. Lebenserfahrung ist hierbei hilfreich. Aber auch eine gesunde Selbsteinschätzung ist wichtig: Möchten Sie wirklich ein Unternehmen übernehmen oder treffen Sie die Entscheidung nur, weil momentan keine anderen Perspektiven greifbar sind?
Und letztendlich sollten Sie einen Zeitplan für Ihr Projekt aufstellen, die Umsetzung professionell planen und geeignete Unterstützer auswählen. So können Sie irgendwann mit Stolz über Ihre Erfolge reden.

9. Was ist Ihre Zukunftsvision bzw. was möchten Sie in den nächsten 5 Jahren erreichen?

Aufbauend auf unserer eigenen Vision haben wir für die SKM eine Zukunftsstrategie erarbeitet. Dabei steht Wachstum klar im Vordergrund. Wir wollen von innen heraus wachsen, innovative Ideen umsetzen und neue Märkte erschließen. Dabei sind uns das Image des Unternehmens und die Region Oberlausitz besonders wichtig. Hier wollen wir etwas erreichen. Unser kompetentes und hoch motiviertes Team verfügt über viel Potenzial. Das wollen wir nutzen und ausbauen und mit genügend Eigendynamik so auch die Bekanntheit von SKM steigern. Das ist unsere Vision: Wachstum.

Gründerportrait #14: moneytubes – gründeten nach dem 5-Euro-Business-Wettbewerb

Der nächste 5-Euro-Business-Wettbewerb start schon an diesem Donnerstag um 18:30 Uhr im Festsaal der Fakultät Wirtschaftswissenschaften im Hülsse-Bau, Nordflügel in der 3. Etage.  Meldet Euch dazu gern hier an!

Neben der Möglichkeit, einmal die unternehmerische Selbstständigkeit in 6 Wochen selbst zu erfahren, unternehmerisches Wissen zu erlangen, Soft-Skills zu trainieren, nette Leute kennenzulernen und interessante Preise zu gewinnen gibt es auch die Möglichkeit, eine AQUA oder Studium Generale-Schein zu erwerben.

2006 nahmen Andreas Bauer und maik Queisser am Wettbewerb teilgenommen, gewonnen und gegründet. Sie sind heute noch selbstständig und Ihre moneytubes inzwischen über die Grenzen Dresdens hinaus bekannt.

Was sich seit der Teilnahme von Andreas Bauer und seinen Freunden alles getan hat, erfahrt ihr hier im Interview mit ihm.

Was ist der Inhalt eurer Selbständigkeit?

Wir produzieren und vertreiben Accessoires aus Fahrradschläuchen. In unserem Sortiment gibt es viele verschiedene Sachen angefangen von der kleinen Geldbörse für Festivals bis hin zu Schlipsen. Wir stellen alle Produkte alleine in Handarbeit her. Unsere Kunden kommen vor allem aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz.

Wie und wann kam euch die Idee zur Gründung?

Ich haben im Oktober 2006 mit einem Freund und dessen Kumpel am 5€-Businesswettbewerb von Dresden exists teilgenommen. Am Anfang hatten wir eine vage Vorstellung von unserer ersten Geschäftsidee, die sich dann auch als untauglich erwies. Während eines Theorieblocks über Marketing habe ich gegrübelt, was ich so alles zu Hause rumliegen habe, und was man daraus machen könnte. Schließlich kam ich auf die Fahrradschläuche und innerhalb der nächsten halben Stunden entstand der Grobentwurf unseres Produkts, sowie Logo und Werbeslogan. Wir haben dann bei Freunden alte Fahrradschläuche gesammelt und die 5€ in Druckknöpfe investiert.

Wann habt ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Als der 5€-Businesswettbewerb sich dem Ende näherte, haben wir angefangen darüber nachzudenken, ob wir nicht einfach weiter machen sollten, anstatt unsere bisherigen Erfolge einfach zu begraben. Wir waren damals zu dritt und haben moneytubes dann im Juni 2007 offiziell gegründet. Beim 5€-Business hatten wir für unseren zweiten Platz ein Büro für das erste halbe Jahr gewonnen, wo wir dann nahtlos weiter machen konnten.

Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

moneytubes Geldbörse (Quelle: moneytubes)

Unsere Produkte sind zwar recht einfach, aber trotzdem bestand am Anfang die größte Schwierigkeit darin, die Geldbörsen qualitativ so herzustellen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Die Mehrfachbelastung, die durch Studium, Leben und die Arbeit entstanden ist, ist nicht leicht zu bewältigen und war oft einfach zu viel. Ich habe mich dann dazu entschlossen, das Studium zu unterbrechen. Durch die intensive Zusammenarbeit im Start-Up, sind wir auch menschlich an Grenzen gestoßen. Wir waren oft nicht einer Meinung, und auch die Risikobereitschaft war unterschiedlich hoch. Da war einfach mehr Kompromissbereitschaft gefragt, als wir alle aufbringen konnten und wollten. Schlussendlich sind meine zwei Mitgründer ausgestiegen und Maik, ein alter Freund, ist 2009 dazu gestoßen.

Worauf seid ihr besonders stolz? Was sind eure bisherigen Erfolge?

Am Anfang wurde uns eine große mediale Aufmerksamkeit zu teil. Wir waren mit Artikeln in der regionalen und überregionalen Presse, in Bike-Zeitschriften und sogar dem Lufthansa Magazin vertreten. Aber besonders stolz bin ich darauf, dass wir immer noch existieren und mit einer neuen, bis dahin einzigartigen Idee bestehen konnten. Außerdem sind wir dabei immer unseren Grundsätzen treu geblieben und verwenden für unsere Produkte nur Teile, die in Deutschland produziert wurden.

Gab es Tage, an denen ihr nicht wusstet, wie es weiter gehen soll? Wie seid ihr damit umgegangen?

Es gab immer eine recht große Unsicherheit. Wir haben oft nachgedacht, wie es weiter gehen soll und die Entscheidung fiel uns schwer, ob wir erst mal eine Pause ein legen sollten nach den ersten Monaten oder wie das Studium in die ganze Verantwortung und Arbeit mit dem Start-Up integriert wird. Da sinkt auch schon mal die Motivation. Aber mein persönliche Einstellung war es immer weiter voran zu kommen und moneytubes weiterzubringen. Oft geschah in ziemlichen Tiefphasen etwas sehr positives, wie ein neuer größerer Auftrag oder es wurde ein Artikel über uns veröffentlicht. Wenn man immer dran bleibt und sich überwindet weiter zu machen, dann kann man alle Schwierigkeiten überwinden.

Würdest du wieder gründen? Welche Erfahrungen würdest du an Menschen weitergeben wollen, die jetzt vor der Entscheidung zur Gründung stehen?

Ich würde wieder gründen, ich wollte immer mein eigener Chef sein. Allerdings würde ich es vielleicht ruhiger angehen lassen und die Gründung zeitlich vom Studium trennen. Ich hab auch festgestellt, dass es wichtig ist vor der Gründung die Erwartungen von allen Beteiligten auszutauschen und sich auf eine gemeinsame Philosophie für das Unternehmen zu einigen. Jeder der die Selbstständigkeit wählt, sollte eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen, sonst herrscht Stillstand. Außerdem sollte man mit seinem Produkt flexibel und kreativ umgehen, offen sein und alles aus mehreren Perspektiven betrachten.

Welche Visionen habt ihr? Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Fünf Jahre ist eine lange Zeit. So weit in die Zukunft planen wir noch gar nicht. Momentan befinden wir uns in einer Art kleiner Umbruchphase und wollen neue Produkte ausprobieren und verstärkt mit anderen Labels zusammen arbeiten. Außerdem wollen wir versuchen unser Sortiment in der Merchandise Sparte zu positionieren. Unsere Köpfe sind voller Ideen, wer weiß was sich in fünf Jahren alles tut.

Wer sich über aktuelle Entwicklungen informieren möchte, kann dies im unternehmenseigenen Blog tun.

Gründerportrait #13 – Unternehmensnachfolge als Alternative zur Neugründung

Kathrin Höntsch schaffte den Sprung in die eigene Selbstständigkeit auf eine andere Art: Sie übernahm das Ingenieurbüro ihres Vaters.

Eine Unternehmensnachfolge ist eine interessante Alternative zur Neugründung, die besondere Herausforderungen mit sich bringt.

1. Welches Unternehmen haben Sie übernommen?

Ich habe das Ingenieurbüro meines Vaters mit 8 Mitarbeitern übernommen. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit der Bauvermessung, haben uns jedoch mit der Pflege von Geoinformationssystemen für Kommunen und Versorgern ein zweites Standbein geschaffen. Wir – das war bisher die gesamte Familie: meine Eltern, meine Schwester und ich. Mit der Übernahme verlassen mein Vater und meine Mutter die Firma.

2. Wann haben Sie sich für die Übernahme entschieden?

Vor 5 Jahren fiel die Entscheidung für die Weiterführung des Familienunternehmens. Um die erforderliche Qualifikation für die Führung eines Ingenieurbüros zu erreichen, begann ich mit ein Fernstudium zum Wirtschaftsingenieur. Zweifel – ob das der richtige Weg für mich ist – hatte ich bis zu letzt.

3. Was waren die größten Herausforderungen während der Übernahme und wie haben Sie diese bewältigt?

Die Übernahme fand zum 01.03.2011 statt. Noch im Januar hatte ich die letzten Prüfungen meines Studiums zu bestehen. Den Druck, alle Studienleistungen erfolgreich abzuschließen empfand ich als sehr hoch. Dazu kommt die Tatsache, dass das Ingenieurbüro seit der Gründung vor 20 Jahren durch meinen Vater geführt wurde. Er hatte die Kontakte zu den wichtigen Kunden. Diese zu übernehmen und darauf aufzubauen ist die Basis für das Weiterführen des Unternehmens. Doch nicht nur der Umgang mit den Kunden ist neu, auch die neue Rolle als Führungskraft stellt für mich eine Herausforderung dar. Von der Kollegin zur Chefin zu werden ist eine Umstellung, mit der ich mittlerweile gelernt habe umzugehen.

4. Was macht Sie besonders stolz bzw. was sind Ihre bisherigen Erfolge?

Seit April führe ich das Ingenieurbüro. Die Kontakte zu Kunden wurden persönlich übergeben. Das erste Vierteljahr liegt hinter mir und das Geschäft ist gut angelaufen und unsere Kunden akzeptierten den Wechsel. Auch von meinen Mitarbeitern wurde der Rollenwechsel akzeptiert. Bei Fragen und Probleme bin ich ihr neuer Ansprechpartner.

5. Gab es Tage, an denen Sie sich nicht sicher waren, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie haben Sie diese Hürden bewältigt?

Es gab schon Tage, es gab schon Tage an denen ich nicht wusste wie es weitergehen soll: beispielsweise an Tagen an den Zuschläge an weitaus billigere Konkurrenten gehen. Neuen Mut schöpfe ich, indem ich mir vor Augen führe, was ich schon erreicht habe. Obwohl das nicht immer einfach ist. Unsern Erfolg erreichen wir, indem wir uns auf bestehende Geschäftsverbindungen stützen und diese weiter ausbauen.

6. Welche Erfahrungen möchten Sie an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung stehen, eine Unternehmensnachfolge anzutreten?

Viel reden, jedoch nicht jedes kleine, unbedeutende Problem ausdiskutieren- vieles regelt sich im Laufe der Zeit. Bei einer erneuten Unternehmensnachfolge würde ich mir selber mehr Zeit lassen die Organisation und Rechtsform besser zu planen. Durch mein Studium habe ich mich bei vielen Entscheidungen von anderen leiten lassen um Ärger aus dem Weg zu gehen und die Aussage: „Das kannst du dann ändern.“ ist so nicht ganz richtig. Eine Umschreibung ist mit sehr, sehr viel Papier verbunden und man ändert nicht kurz nach einer Nachfolge nochmal die Rechtsform. Also lieber gleich richtig und nichts Halbes.

7. Was ist Ihre Zukunftsvision bzw. was möchten Sie in den nächsten 5 Jahren erreichen?

  • Ich möchte das Unternehmen weiterführen, Kundenkontakte ausbauen und mich auf dem Geoinformationsmarkt mehr etablieren.
  • Die Familie und die Arbeit gut vereinen und natürlich für mich ein regelmäßiges Einkommen sichern.

Wer kein Unternehmen in der Familie hat, welches er übernehmen kann und will, und sich für das Thema Unternehmensnachfolge interessiert, laden wir zu unserem nächsten FOLGERICHTIG-Treffen ein. Das Nachfolgenetzwerk der Region Dresden hat am 22. November 2011 Steffen Söll eingeladen. Er hat ein mittelständiges Unternehmen gekauft und so seine Vorstellung von der eigenen Selbstständigkeit umgesetzt. Was für ihn die wichtigsten Schritte waren und was es zu beachten gilt, gibt er gern an Interessierte weiter.

Gründerportrait #12: Tourschall – Audioguide-Anwendungen auf Smartphones

Tourschall ist eine Ausgründung der Informatik-Fakultät der TU Dresden. Wie das junge Start-up auf die Idee gekommen ist, ein System für Audioguide-Anwendungen zu entwickeln und welchen Weg das Team – auch mit der aktuell zugesprochenen SEED-Finanzierung – nun einschlägt, erfahrt Ihr im Interview.

Was ist der Inhalt Eurer Selbstständigkeit?
Wir, Tourschall, entwickeln ein System für Audioguide-Anwendungen auf Smartphones. Dabei stellen wir unseren Kunden ein selbstentwickeltes Autorenwerkzeug zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie ihre eigene Tour erstellen und diese mit Textinhalten, Bildern und Audiokommentaren versehen können. Die App wird dann automatisch durch unser System erstellt und fertig ist die interaktive Stadtführung. Unsere Anwendungen sind kompatibel für iPhone, Android und Nokia Geräte.

Wie und wann kam Euch die Idee dazu?
Die Idee entstand bei den Vorbereitungen zu einem Kurztrip nach Barcelona. Das Durcharbeiten eines dicken Reiseführers für einen Kurztrip dauert schon fast länger als die Reise selbst. Uns schwebte etwas Einfacheres und Komfortableres vor, das man rausholt, sobald man in der Stadt angekommen ist: eine App die einem alles erklärt und lästiges Suchen auf der Karte erspart.

Wann habt ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?
Wir haben viel darüber nachgedacht, wohin der Weg konkret führen soll und standen in regem Austausch mit Prof. Schill, Professor für Rechnernetze an der TU Dresden. Als wir unsere Idee konkretisiert hatten und wir bei unseren Recherchen zu Fördermöglichkeiten auf das EXIST-Gründerstipendium gestoßen sind, war die Entscheidung recht schnell gefallen, dass wir dieses Projekt auf alle Fälle in Angriff nehmen wollen. Wir haben dann in Prof. Schill und in Mitarbeitern seines Lehrstuhls sehr engagierte Unterstützer für das Vorhaben gefunden, was den ganzen Ablauf erleichtert hat. Am Anfang haben wir noch darüber nachgedacht, die Inhalte auch selbst zu gestalten, aber wir haben dann recht schnell erkannt, dass darin einfach nicht unsere Kernkompetenz liegt und beschlossen, dass wir uns auf das technische Know-How konzentrieren.

Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg zur Selbstständigkeit und wie habt Ihr Sie bewältigt?
Die Namensfindung war gar nicht so einfach. Aber zurück zu den ernsten Dingen. Es ist manchmal schon kompliziert und vier verschiedene tolle Ideen auf einen Nenner zu bringen, wenn jeder leidenschaftlich für seinen Vorschlag argumentiert. Sich da zu einigen kann eine Weile dauern, aber da muss jedes Team durch. Es ist sehr wichtig rauszufinden, was jeder sich von dem Projekt erwartet und welche Visionen er diesbezüglich hat. Und als dritte Herausforderung wäre dann noch die Erstellung des Businessplanes und der Stipendienbewerbungen zu nennen. Da fließt wirklich viel Arbeit rein.

Was macht Euch besonders stolz? Was sind Eure bisherigen Erfolge?
Wir sind wirklich stolz darauf, dass wir es überhaupt bis hierher geschafft haben und jetzt kurz vor der offiziellen Gründung stehen. Wir haben alle Herausforderungen, die sich uns gestellt haben gemeistert. Wir haben ein funktionierendes Produkt entwickelt, das nötige Geld beschafft und potenzielle Kunden mit Erfolg auf uns aufmerksam gemacht. Wir haben während der ganzen Zeit super im Team zusammengearbeitet, sonst wäre das alles nicht so möglich gewesen.

Gab es Tage an denen Ihr nicht wusstet, wie es weitergehen soll? Wie seid Ihr damit umgegangen?
Das Auslaufen des EXIST -Gründerstipendiums hat uns beunruhigt, weil eine Zeit lang nicht klar war, wie es weitergehen wird, falls wir keine Anschlussförderung bekommen und ob wir noch Vollzeit an unserem Produkt weiterentwickeln können. Aber durch das Seed-Stipendium ist das nun abgesichert.

Würdet Ihr wieder gründen? Welche Erfahrungen würdet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?
Auf alle Fälle würden wir uns wieder für die Selbstständigkeit entscheiden. Bevor man diesen Weg allerdings geht, ist es sehr wichtig den Markt zu analysieren und das Marktpotenzial der Idee richtig abzuschätzen. Bei uns war das recht schwierig, da es kein vergleichbares Konzept gab, aber es ist unabdingbar, denn die beste Idee nützt nichts, wenn niemand dafür Geld bezahlen möchte. Später sollte man den Markt dann immer im Blick behalten. Besonders in unserem Bereich kann morgen ein Konkurrent auftauchen, von dem gestern noch nichts zu sehen war.

Wenn man ein Gründungsprojekt im Team in Angriff nimmt, besteht die Notwendigkeit sich die Zeit zu nehmen um Vorschläge auszudiskutieren, viele Ideen auszutauschen und herauszufinden, was jeder einzelne sich von dem Projekt erhofft.

Welche Zukunftsvisionen habt Ihr? Was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren erreichen?
Momentan denken wir eher noch in Wochen. Als nächstes steht im September die Gründung unseres Unternehmens an, sodass wir dann auch endlich die bereits bestehenden Apps unserer Kunden auf den Markt bringen können. Für die weitere Zukunft sehen wir Tourschall als ein Produkt unseres Unternehmens. Wir würden uns dann später auch gerne neuen, anderen Ideen zu wenden, die wir Kunden anbieten können.

Im September stellen wir Euch eine junge Unternehmerin vor, die auf eine andere Art den Sprung in die Selbstständigkeit gemacht hat. Sie übernimmt das Unternehmen ihres Vaters.

Gründerportrait #11: Tanja Busyhla setzt auf Globalisierung und Unternehmertum

Tanja Bushyla bündelt ihre Herkunft, ihre Qualifikation und ihre Erfahrungen zu ihrer Geschäftsidee und baut mit “BY DE RUS” ihr eigenes Unternehmen auf.

1. Was ist Inhalt deiner Selbstständigkeit?

Ich biete Beratungs- und Transfer-Leistungen in den Bereichen Außenwirtschaft, Gründercoaching und Personalentwicklung.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?

Als Personalentwicklerin war ich immer an der internen Entwicklung des Unternehmens interessiert. Ich hatte viele Ideen, den Mut zum Ausprobieren, das Glück mit den Vorgesetzten und hatte die Möglichkeit verschiedene Prozesse zu optimieren.

Die Veränderungsprozesse sind eine schwierige Angelegenheit und sind unternehmensintern oft mit dem Widerstand und der Angst vor den Restrukturierungen verbunden.  Obwohl die Veränderungsprozesse das Unternehmen weiter bringen, verlangen sie aber gleichzeitig nach der Umstellungen und dem Umdenken bei den Mitarbeitern.

Ich wollte mein Engagement aufrechterhalten, meine Ideen praktisch umsetzen und dabei eine sichtbare Leistung mit einer entsprechenden Entlohnung erhalten. Die Voraussetzungen dafür waren in der Selbstständigkeit besser gegeben als im Angestelltenverhältnis.

3. Was waren die größte Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie hast du sie bewältigt?

Die größte Herausforderung für mich war die Profilierung. Darunter verstehe ich praktischen Einsatz von eigenen Stärken. Heute weiß ich, dass ich nach wie vor die Personalentwicklung betreibe, egal ob beim Gründercoaching oder bei der Moderation im Unternehmen, dass ich dabei meinem Lebenskredo „Hilfsbereitschaft“ folge, ohne auf dabei auf meine Prinzipien zu verzichten.

4. Was macht dich besonders stolz bzw. was sind deine bisherigen Erfolge?

Ich freue mich, dass es mir gelingt dem Prinzip „Leben und leben lassen“ auf völlig legitimen Wegen zu folgen. Meine Kunden empfehlen mich weiter so, dass ich sicher sein kann, dass sie mit meiner Leistung zufrieden sind.

5. Gab es Tage, an denen du dir nicht sicher warst, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie hast du diese Hürden bewältigt?

Nein, solche Tage gab zum Glück es nicht. Zu einem bin ich eine hoffnungslose Optimistin, zu anderem – ich habe nicht zurück geschaut und war sicher, dass es nur besser werden kann.

Ich hatte auch großes Glück in der moralischen  Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden, aber auch kein Problem nachzufragen, wenn ich mir nicht sicher war.

6. Welche Erfahrungen möchtest du an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Sich ehrlich folgende Fragen zu beantworten:

  • Fällt es Ihnen leicht fremde Anweisungen auszuführen?
  • Fällt es Ihnen schwer eigene Ideen zu produzieren?
  • Können Sie aufhören nachzudenken, wenn ein Problem offen ist?
  • Füllen Sie sich im Stich gelassen, wenn etwas nicht so funktioniert wie Sie es sich vorstellen?
  • Fällt Ihnen schwer Fragen zu stellen?
  • Fällt es Ihnen schwer wildfremde Leute anzulächeln und anzusprechen?
  • Ändern Sie oft Ihre Wünsche und Ziele?

Wenn Sie alle Fragen aus dem Gefühl mit „Nein“ beantwortet haben, so ist die Selbstständigkeit die richtige Entscheidung für Sie.

7. Was ist deine Zukunftsvision bzw. was möchtest du in den nächsten 5 Jahren erreichen?

Ich möchte mich in 5 Jahren im Bereich Außenwirtschaftsberatung profiliert haben und den Weg als Personalentwicklerin und Gründercoach unterstützen.

Gründerportrait #10: FourSocks bietet personalisierte Socken

Alexander Stark und Robert Tietze gründeten 2009 die FourSocks GbR mit dem Ziel, die ganz normalen Socke wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Seitdem lassen sie Socken für jeden Anspruch produzieren.

Robert Tietze (Foto: FourSocks)

Robert Tietze (Foto: FourSocks)

1. Was ist Inhalt Eurer Selbstständigkeit?
Lernen und Anwenden – oder früh übt sich! Als Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der TU und HTW verbinden wir theoretisches Studium mit dem Geschäftsalltag unserer eigenen Unternehmung. Socken sind jetzt nichts Außergewöhnliches. Jedoch sind wir überzeugt, dass Socken sehr viel Potential besitzen und gerade durch innovative Ideen mehr an Bedeutung gewinnen können.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?
Die Idee zu FourSocks entstammt keiner Biertischrunde, noch war sie reiner Zufall. Als Mountainbiker, Leistungssportler und Golfer standen wir immer wieder vor dem Problem, die richtige Socke mit den wirklich wichtigen Eigenschaften zu

Alex Stark (Foto: FourSocks)

Alex Stark (Foto: FourSocks)

finden, die man sich auch noch leisten kann. Das Problem haben wir dann einfach selbst in die Hand genommen. Dazu gibt es unsere Custom Socken, diese sind einfach für individuelle Bedürfnisse anzupassen.

3. Wann habt Ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?
Die kam eigentlich als logische Schlussfolgerung als wir feststellten, dass wir unser Problem selber lösen mussten. Selbstverständlich wollten wir aber unser Ergebnis nicht nur für uns behalten, sondern jedem Sockenbegeisterten anbieten. Dazu kommt natürlich, dass man in unserem Dienstleistungsgewerbe ohne Geschäftsform praktisch handlungsunfähig ist. Produzenten wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Preise und Angebote als Verhandlungsgrundlage bekommt man in der Regel nicht ohne konkrete Angaben zum Vorhaben und dazu gehört eine bestehende Geschäftsform. Gerade im Ausland sind wir zu Beginn ohne Geschäftsform des öfteren auf Ablehnung gestoßen.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie habt Ihr sie bewältigt?
Da wir beide bereits schon vor dem Studium und der Gründung gearbeitet haben, konnten wir schon einige Erfahrung mitbringen. Alex hatte bereits erste Erfahrungen als Zweiradmechaniker-Meister eines Dresdner Bike-Shops gesammelt und Robert war als Service-Techniker im Außendienst in Amerika ebenfalls auf eigene Entscheidungen angewiesen. Dazu muss vielleicht noch gesagt werden, dass wir beide eher schnelle Entscheidungen bevorzugen.

FourSocks beim 35. Gründerfoyer

FourSocks beim vorletzten Gründerfoyer

5. Was macht Euch besonders stolz bzw. was sind Eure bisherigen Erfolge?
Besonders stolz? Dass wir es bisher geschafft haben, viele gute und nette Kontakte zu schließen und schon viele von unserer Idee begeistern konnten. Was vielleicht hervor zu heben ist, dass wir uns im deutschen Markt, gerade mit den Custom Socken sehr gut etablieren konnten.

6. Gab es Tage, an denen Ihr Euch nicht sicher wart, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie habt Ihr diese Hürden bewältigt?
Ja, da gab es viele… Manchmal sind die finanziellen Mittel knapp, um ein Vorhaben umzusetzen, dann gibt es Probleme mit Herstellern und Lieferterminen. Es gibt eigentlich dauernd mehr oder minder große Hürden, bei denen man einfach schnelle Entscheidungen treffen muss bzw. lösungsorientiert denken muss. Aber diese Kanten und Hürden machen das Ganze auch wieder interessant, da man immer wieder etwas lernt und manche Fehler einfach nicht mehr macht.

7. Welche Erfahrungen möchtet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?
Lieber einmal mehr analysieren und recherchieren, aber nicht zu lange über manche Dinge nachdenken, sondern machen. Dazu kommt noch, dass man sich nicht selber im Weg stehen sollte. In der Selbstständigkeit ergeben sich manchmal ganz artfremde Möglichkeiten und Handlungsoptionen, welchen man offen gegenüberstehen und nicht an alten Vorhaben und Plänen fest beißen sollte.

8. Was ist Eure Zukunftsvision bzw. was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren erreichen?
Wir hoffen in Zukunft, weiter voran zu kommen, mehr Firmen und Kunden von unserem besonderen Produkt zu überzeugen. Eine Monopolstellung wird sich nicht erreichen lassen, jedoch eine gewisse Stärke und Konstanz haben wir fest im Visier. Vielleicht hört man ja bald noch mehr von uns!

Gründerportrait #9 – Lernt die Gründer auf dem Gründerfoyer kennen!

Wie angekündigt laden wir am 5.Mai zum 36. Gründerfoyer ein. Neben dem Vortrag von Prof. Dr. Jörg Sennheiser über die Entwicklung des bekannten Familienunternehmens wird es auch die Möglichkeit geben, Gründerteams aus Dresden mit ihren Ideen für ein erfolgreiches Business kennenzulernen. Welche Gründer das sein werden, erfahrt Ihr schon einmal hier:

Tourschall ermöglicht seinen Kunden eine schnelle und einfache Erstellung und Veröffentlichung von interaktiven Audiotouren auf Smartphones. Mit viel Phantasie und ohne große Programmierkenntnisse können Orte im Handumdrehen mit Texten und Bildern verknüpft und der Guide dann als App veröffentlicht werden.

Volume 11 – Sucht du noch, oder probst du schon? Volume 11 bietet Musikern und Bands im Raum Dresden komplett ausgestattete Proberäume und einen Ort an dem kreative Ideen ausgetauscht und neue geboren werden können.

UniversalRAUM entwickelt Planungsgrundlagen und architektonische Konzepte für Einrichtungen des Gesundheitswesens. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in Beratung und Schulung angewandt, sowie in konkrete Planungs- und Bauentwürfe überführt.

Das Institut für Werkstoffwissenschaften an der TU Dresden entwickelt selbstleuchtende Textilien. Das Feld für die Anwendung selbstleuchtender Textilien ist groß, nur eins steht heute schon fest: Reflektoren sind von gestern.

fashion-is-victim: Ein kleines Unternehmen aus der Dresdner Neustadt gestaltet, konzeptioniert und produziert hochwertige Smartphonekleidung unter Mitgestaltung der Kunden.

neonworx sorgt für „frischen Wind aus Südost“ und stellt Arbeits – und Besprechungsräume für Freiberufler, Gründer und Start-ups zur Verfügung. Ob auf der Suche nach einem Schreibtisch in einem kreativen Arbeitsumfeld oder einem Minioffice: neonworx bietet allen die nötige Infrastruktur und viel Platz für den Ideenaustausch.

Gründerportrait #8: neongrau – Produktdesign und Produktkommunikation

Erstbüro in der HTW-Gründungsschmiede

Erstbüro in der HTW-Gründungsschmiede

1. Was ist Inhalt Eurer Selbstständigkeit?

Beginn war die Idee zu unserer Selbständigkeit, die Idee etwas eigenes zu kreiren und selbstbestimmt die Arbeitsweise zu gestalten. Der Inhalt und die Idee kamen aus unserer Profession heraus, da wir allesamt Produktgestaltung studiert hatten. Daraufhin verband sich unsere Leidenschaft mit unserem Wissen – Fahrräder und Design. So, dass wir aktuell als Produktgestalter tätig sind und unsere eigene kleine Fahrradmarke veloheld besitzen.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?

Eine lange Geschichte. Mit Sicherheit verbarg sich der Wunsch in uns allen seit den Kindertagen, ein großer Sportler oder Erfinder zu sein. Dieses Streben danach und die Erfahrungen, die wir gemacht haben, führten letztlich dazu, dass 2005 die ersten ernsthaften Gedanken in die Richtung Selbstständigkeit angestrebt wurden.

David Rost - CAD-Umsetzung, Visualisierung, Perfektionist

David Rost - CAD-Umsetzung, Visualisierung, Perfektionist

Wir machten damals allesamt unsere ersten praktischen Erfahrungen in Designbüros und es reifte der Gedanke, das können wir auch.

3. Wann habt Ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Doch dieser Prozess, bis hin zur tatsächlichen Gründung, musste reifen, 2 Jahre. Wenig feierlich wurde dann der erste Gesellschaftsvertrag der Zichner/ Rost / Maiwald GbR am 1.März 2007 unterschrieben. Und fortan waren wir neongrau, das Produktdesignbüro mit der eigenen Radmarke veloheld.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie habt Ihr sie bewältigt?

Das Studium, das Büro, die Auftragslage.

Das Studium wurde kurzerhand unterbrochen, vielmehr teilten wir uns auf, um das Büro auf den Weg zu bringen und nach dem Studium durchzustarten – auf einem Fundament, welches wir bereits errichtet hatten. So machten wir nun zu unterschiedlichen Zeitpunkten dann doch das, von unseren Eltern

Neues Büro - neuer Ausblick (Foto: neongrau)

Neues Büro - neuer Ausblick (Foto: neongrau)

eingeforderte, Diplom. Bestanden!

Wer sind wir und wo wollen wir hin? Zunächst war dies ein recht pragmatischer Ansatz. Dank der Unterstützung der Gründungsschmiede der HTW Dresden konnten wir recht bald ein eigenes Büro beziehen und waren damit grundversorgt. Der Findungsprozess zu dem, wer man ist, dauerte dabei etwas länger und ist ein Thema, was nie abgeschlossen sein wird, für kein Unternehmen. Top ausgestattet, Mut und etwas Blauäugigkeit füllen natürlich keine Auftragsbücher, so dass es eine der größten Aufgaben war, sich als Dienstleister für Produktdesign zu präsentieren, zu arbeiten und zu etablieren. Da half nur, darüber nachzudenken und Ideen zu entwickeln. Beispielsweise war für uns die Teilnahme am FutureSax Wettbewerb von großer Bedeutung. Denn innerhalb dieses Wettbewerbes wurde unsere Idee zum Markteintritt prämiert. Der Plan war, mit unseren eigenen Rädern als Referenzprojekt in den Markt des Produktdesign einzutreten, was in ähnlicher Form bis heute funktioniert. Das einzige, was an dieser Stelle hilft, ist der Schritt nach vorn, sich mit den potentiellen Kunden präsentieren und mit ihnen in Konatkt treten.

5. Was macht Euch besonders stolz bzw. was sind Eure bisherigen Erfolge?

Dass es uns als Firma noch gibt, dies ist keine Selbstverständlichkeit. Bei der Suche nach den Erfolgen kann man in unterschiedliche Richtungen schauen. Zum einen, dass wir uns Stück für Stück weiterentwickeln und personell als auch räumlich erweitert haben. Inhaltlich betrachtet, dass wir mittlerweile doch auch auf eine Reihe von Designpreisen schauen können.

6. Gab es Tage, an denen Ihr Euch nicht sicher wart, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie habt Ihr diese Hürden bewältigt?

Die gab es definitiv… Tage an denen die Polster kleiner werden, ein Kunde abspringt oder schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden. Nicht immer hilft der Blick nach vorn, oftmals eher der Blick zurück. Wenn man darauf schaut, was man erreicht hat, gibt es einem meist die Sicherheit, auch schwierige Situationen zu meistern.

Im Zweifelsfall helfen einem Dritte, welche die Situation etwas neutraler betrachten können.

7. Welche Erfahrungen möchtet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Sich selbst fragen, ob sie Unternehmerqualitäten haben und es einfach tun.

neongrau im Team (Foto: neongrau)

neongrau im Team (Foto: neongrau)

8. Was ist Eure Zukunftsvision bzw. was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren erreichen?

Eine schwierige Frage. Im wesentlichen wünschen wir uns natürlich Wachstum und Beständigkeit, am besten ist es, wenn wir dies durch unsere Fähigkeiten und Vorstellungen erreichen können.

Gründerportrait #7: Caterna – Entwicklung und Vertrieb der Caterna Sehschule

1. Was ist Inhalt Ihrer Selbstständigkeit?
Wir entwickeln gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern medizinische Anwendungen für Augenärzte, Orthoptistinnen und Betroffene, mit denen funktionale Sehstörungen und andere Sehminderungen behandelt werden können. Als Komplementärbehandlung zur Okklusionsbehandlung vertreibt Caterna eine Sehschulung, die in Arztpraxen, Sehschulen und beim Patienten zu Hause eingesetzt werden kann. Mit der Caterna Sehschule können die Behandlungsergebnisse bei Kindern mit Amblyopie, einer Sehminderung, deutlich gesteigert werden.

2.Wie und wann kam die Idee dazu?
Das liegt bereits ein Stück weit zurück und betrifft vor allem Dr. Kämpf, der bereits in den Neunziger Jahren die Forschung dazu an der TU Dresden angestoßen und maßgeblich vorangebracht hat. Dementsprechend ist das Ganze auch aus einem Forschungsprojekt der TU Dresden entstanden, an dem im Verlaufe der Jahre viele Personen beteiligt waren. Auch die Gründer kommen aus diesem Umfeld. Die Zusammenstellung des Gründerteams ist letztendlich das Ergebnis von Dr. Kämpf – sozusagen seine Auswahl. Wir fanden uns zu einem Team zusammen und hatten Lust, aus den Forschungsergebnissen etwas praktisch Anwendbares zu machen.

3. Wann haben Sie die Entscheidung zur Gründung getroffen?
Das war eine zwangsläufige Folge unserer Arbeit. Nach einem Jahr Arbeit hatten wir letztendlich ein mehr oder weniger fertiges Produkt, das nun auch in den Markt gebracht werden musste. Da stellte sich die Frage: Wer macht das eigentlich? Ja, das waren dann eben wir und es war naheliegend, zu diesem Zweck die Caterna GmbH zu gründen.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie haben Sie diese bewältigt?
Vermutlich liegen die größten Hürden noch vor uns, aber nichtsdestotrotz gab es natürlich auch vor und mit der Gründung eine Reihe von Herausforderungen zu meistern. Manches entwickelte sich wie von selbst, aber es gab auch echte Meilensteine. Wenn es drei besondere Herausforderungen zu nennen gilt, dann sind das wohl vor allem diese:
1. Verantwortung übernehmen und im Team ein Verständnis für Zuständigkeiten schaffen
2. Einen rechtlichen Rahmen für das Angebot einer telemedizinischen Anwendung schaffen
3. Einen Schritt weitergehen und gründen

5. Was macht Sie besonders stolz bzw. was sind Ihre bisherigen Erfolge?
Es ist der gesamte Werdegang bis heute. Wir haben oft nicht gewusst, wie etwas umzusetzen sei, weshalb wir uns mit bestimmten Dingen rumärgern sollten und wussten oft nicht, wo wir standen auf dem Weg zu einem fertigen Medizinprodukt. Da wird es schnell unübersichtlich, wenn man mitten drin steckt. Aber im Rückblick ergibt alles einen Sinn. Es ist toll, dass wir trotz solcher Unsicherheiten immer weiter gemacht haben und hin und wieder auch die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

6. Gab es Tage, an denen Sie sich nicht sicher waren, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie haben Sie diese Hürden bewältigt?
Solche Tage gab es oft. Was sich für diese Fälle bewährt hat: rechtzeitig nach Hause gehen, noch etwas laufen gehen und dann eine Nacht drüber schlafen. Mit etwas Abstand und einem neuen Tag kam meistens auch die rettende Idee.

7. Welche Erfahrungen möchten Sie an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?
Meine Erfahrung ist, dass es keine Universal-Tipps für eine erfolgreiche Gründung gibt. Gründen heißt heutzutage oft, sich erst einmal auf eine Suche zu begeben, um zu entdecken, wie etwas gemacht werden könnte. Entweder ein Geschäftsfeld ist vollkommen neu und keiner hat‘s bisher gemacht, oder etwas muss sich in einer ständig verändernden Umwelt bewähren. Hier sollte man vor allem die Augen aufhalten und im Denken beweglich bleiben. Ansonsten schaut euch genau an, wie ihr zusammen arbeitet und vereint eure unterschiedlichen Fähigkeiten auf synergetische Weise. Und nicht minder wichtig: unterhaltet euch und konzentriert euch nicht nur auf das, was nicht funktioniert, sondern schaut auch mal darauf, was gut funktioniert und warum das so ist. Also kurz gesagt: hinschauen und miteinander reden, reden, reden. Letztendlich ist das alles aber vergebens, wenn nicht das Wichtigste überhaupt passiert: Tut es und stellt was auf die Beine!

8. Was ist Ihre Zukunftsvision bzw. was möchten Sie in den nächsten 5 Jahren erreichen?
Was Caterna und die Sehschule betrifft, sollte sie in 5 Jahren zum Behandlungsstandard gehören – Jedes Kind mit einer Amblyopie sollte seine Sehschule bekommen. Was das Team betrifft, hat sicher jeder von uns seine ganz eigenen Vorstellungen. 5 Jahre sind bei Gründern eine lange Zeit, aber jeder von uns will sicher auch nach 5 Jahren noch das Gefühl haben: Da geht noch was!

Mehr Infos zu Caterna auf der Website, bei Facebook oder Twitter.

Gründerportrait #6: Dr. Anna-Maria Hetze – Verhaltenstherapie für Erwachsene

1. Was ist Inhalt Ihrer Selbstständigkeit?
Ich bin approbierte Psychologische Psychotherapeutin und habe mit einer KV-Zulassung im September 2010 eine eigene Praxis in Aue gegründet, in der ich Erwachsene verhaltenstherapeutisch behandele.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?
Das war ein längerer Prozess mit mehreren Entscheidungen. Selbstständigkeit als Rahmenbedingung war für mich schon während der Schulzeit das Ziel. Mir ist wichtig, dass ich das tun kann, was meinen eigenen Überzeugungen entspricht. Das lässt sich in der Selbstständigkeit leichter umsetzen.

Für die Psychologie habe ich mich während meiner Abiturzeit entschieden. Mich haben Methoden zur Veränderung von Gedanken und Gefühlen, zum besseren Lernen usw. fasziniert. Diese Methoden wollte ich als Psychotherapeutin umsetzen können. Während des Studiums fand ich auch die Wissenschaft sehr spannend, weshalb ich nach dem Studium noch einige Jahre an der Hochschule geblieben bin und promoviert habe. Während dieser Forschungsphase habe ich parallel auch die Therapieausbildung absolviert.

3. Wann haben Sie die Entscheidung zur Gründung getroffen?
Im Prinzip schon während des Studiums als allgemeine Richtungsentscheidung. Während ich für die Abschlussprüfung am Ende der Therapieausbildung lernte, habe ich dann die konkrete Entscheidung für den Niederlassungszeitpunkt und -ort getroffen.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit und wie haben Sie diese bewältigt?
Die größte Herausforderung war diese extrem aufwendige Therapieausbildung, für die ich, so wie alle anderen, die sich darauf einlassen, viel Durchhaltevermögen gebraucht habe.

Die andere große Herausforderung lag in der Gründungsphase selbst. Da ich eine Praxis komplett neu gegründet habe, musste ich diese zunächst einrichten, was einen wesentlich höheren organisatorischen Aufwand mit sich brachte, als ich im Vorfeld angenommen hatte. Da steckten doch recht viele kleine Teufel in den Details.

Eine weitere Herausforderung war die Informationsbeschaffung für die zahlreichen Entscheidungen, die ich treffen musste. In den wenigen Wochen habe ich dadurch sehr viel dazugelernt.

5. Was macht Sie besonders stolz bzw. was sind Ihre bisherigen Erfolge?

Stolz macht mich, dass ich alle Herausforderungen, die sich während so einer Gründung ergeben, gemeistert habe. Dabei war es eine tolle Erfahrung zu erleben, wie viel Hilfe und Unterstützung aus verschiedenen Quellen mir zuteil wurde. Der bisherige Erfolg besteht für mich darin, dass ich meine Praxis von Anfang an voll auslasten konnte. Erfolg heißt für mich aber auch, daß ich mit meiner aktuellen Arbeitssituation sehr zufrieden bin.

6. Gab es Tage, an denen Sie sich nicht sicher waren, wie und ob es weitergehen soll?

Nein, der ganze Prozess verlief überraschend reibungslos. Obwohl ich sonst ungern etwas dem Zufall überlasse, konnte ich mich in der Phase der Praxisgründung gut auf Ungewissheiten einlassen. Auftauchende Probleme betrafen eher organisatorische Dinge, die aber mit den täglichen Arbeitsaufgaben mit gelöst werden konnten. Meine Erfahrung mit universitären Projekten kam mir da sehr zugute. Außerdem ist das Arbeitspensum in der Gründungsphase so groß, daß man keine Zeit hat, sich über irgend etwas Sorgen zu machen, dazu ist man zu sehr als Handelnder gefordert. Mir hat diese Erfahrung aber gezeigt, dass ich damit genau das tue, was zu mir passt.

7. Welche Erfahrungen möchten Sie an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Es ist wichtig, sich auf das zu besinnen, was man an Fähigkeiten und Erfahrungen für das Gründungsprojekt schon mitbringt. Für mich hat sich für das praktische Vorgehen in der Gründungsphase der Vergleich mit dem Einstieg in ein neues wissenschaftliches Thema aufgedrängt. Am Anfang habe ich nur ansatzweise geahnt, worauf ich mich einlasse. Ich habe dann einfach irgendwo angefangen und mich sukzessive vorwärts getastet, und irgendwann war ich dann am Ziel.

8. Was ist Ihre Zukunftsvision bzw. was möchten Sie in den nächsten 5 Jahren erreichen?
Ich möchte mein therapeutisches Methodenrepertoire in den nächsten Jahren stark ausbauen und mich endlich mit den vielen spannenden Themen beschäftigen, für die während der Therapieausbildung die Zeit nicht reicht. Außerdem will ich mich noch in der Rechtspsychologie qualifizieren und gutachterlich tätig werden.

Wer sich mit dem Gedanken der berufliche Selbstständigkeit trägt und sich über Fördermöglichkeiten informieren möchte, der kann gerne an unserer “Informationsveranstaltung Psychologie” am 18.01.2011 ab 17.00 Uhr an der TU Dresden, Psychologie teilnehmen. Informationen dazu hier.

Gründerportrait #5: naturGrün – Umweltbildung in Aktion

Wir von „naturGrün” gestalten seit Juni 2009 Umweltbildungsprojekte und -programme für Schulgruppen und Familien als qualifizierte Freizeitgestaltung. Um Kinder und Familien praktisch an das Thema Natur heranzuführen, arbeiten wir mit Spielen und Aktionen zum individuellen und gruppendynamischen Forschen, Entdecken, Bewegen, Entspannen und kreativen Gestalten. In unsere Angebote fließen sowohl erworbenes Fachwissen aus unserem Landespflegestudium und Weiterbildungen als auch pädagogische Erfahrung aus unseren ehrenamtlichen Tätigkeiten und Praktika im In- und Ausland ein.

Aus dem Anliegen mit Gruppen zu arbeiten und Menschen für den Natur- und Umweltschutz zu begeistern, entstand naturGrün. Durch Beobachtung der Angebotssituation in Dresden, Gespräche mit Freunden und potentiellen Auftraggebern und Kooperationspartnern reifte die Idee bis hin zu einem ausführlichen Businessplan, den wir im Frühjahr 2009 fertig stellten. Unsere größten Herausforderungen bestehen dabei im Aufbau von festen Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und größeren Unternehmen. Folglich sind wir besonders stolz auf die Kooperationen, die wir bereits aufbauen konnten und das positive Feedback von den Teilnehmern unserer Programme. Zweifel kommen einem vor allem an Tagen an denen z.B. ein Projekt scheitert, in das man viel investiert und große Erwartungen hatte.

Gründerportrait #4: SAXRAY gewinnt Gründungswettbewerbs start2grow 2010

Im diesjährigen Gründerwettbewerb start2grow konnte sich das Team SAXRAY des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf e.V. durchsetzen. Der jährliche Gründungswettbewerb umfasst alle Branchen mit technologischen Schwerpunkten in den Bereichen Informationstechnologien und Neue Technologien. Das Team bekam für die überzeugende Geschäftsidee und den tragfähigen Businessplan den 1. Platz des Gründungswettbewerbs überreicht, der mit einem Preisgeld von 15.000€ dotiert ist.

Wir wollen Euch das Team noch genauer vorstellen:

1. Was ist Inhalt Eurer Geschäftsidee?

Das Ziel von SAXRAY ist der Technologietransfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Wirtschaft. Dabei wollen wir vor allem die materialwissenschaftliche Röntgenanalytik stark vereinfachen.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?

Die Idee entstand während eines Seminars zur Erstellung von Geschäftsplänen am Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation an der Technischen Universität Dresden. Dies war im Wintersemester 2008. Dabei hat ein Studententeam unter Mithilfe von Mitarbeitern des Lehrstuhls eine Marktanalyse durchgeführt, und festgestellt, dass die Marktchancen aussichtsreich sind.

3. Wann habt Ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Wir sind ein Ausgründungsvorhaben und haben noch nicht gegründet. Wir planen eine Gründung im Jahr 2011.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie habt Ihr diese bewältigt?

Eine große Herausforderung bisher ist die Produktentwicklung. Nach dem Verlassen der Universität denkt man, dass die Produktentwicklung spätestens in den nächsten drei Monaten abgeschlossen sein müsste. Dies ist aber nicht so. Der Prozess der Produktentwicklung ist sehr aufwendig. Eine weitere Herausforderung ist die Verfeinerung der Finanzplanung sowie, damit verknüpft, eine detaillierte Marktrecherche. Leider existiert keine bundesweite Datenbank mit Informationen zur materialwissenschaftlichen Röntgenanalytik. Deshalb mussten wir viele „Umwege“ gehen um die geforderten Informationen zusammenzutragen. Das ist ein großer Aufwand. Die dritte große Herausforderung ist das gleichzeitige Bearbeiten eines großen Spektrums von unterschiedlichen Aufgaben, zumeist in ganz neuen Bereichen.

5. Was macht Euch besonders stolz bzw. was sind Eure bisherigen Erfolge?

Besonders stolz sind wir darauf mit unserer Geschäftsidee den ersten Platz beim bundesweiten Gründungswettbewerb start2grow erreicht zu haben. Jeden Tag können wir Erfolge verzeichnen, wenn es gilt, auftretende Probleme zu lösen.

6. Gab es Tage, an denen Ihr Euch nicht sicher wart, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie habt Ihr diese Hürden bewältigt?

Nein. Dadurch, dass wir ein Exist-Gründerstipendium erhalten, sind wir, ohne zunächst Einnahmen zu generieren, finanziell abgesichert. Zusätzlich können wir auf die Unterstützung des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf sowie unserer Mentoren bauen.

7. Welche Erfahrungen möchtet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Sehr wichtig für die Entscheidung zur Selbstständigkeit ist, dass man den Markt kennt. Denn es bringt nichts ein Produkt zu entwickeln, für welches kein Markt bzw. Käufer existiert. Darüber hinaus sollte man über ein Produkt verfügen, welches in einem überschaubaren Zeitraum zur Serienreife gebracht werden kann. Ganz wichtig ist, dass man im Team über aktive Mentoren verfügt.

8. Was ist Eure Zukunftsvision bzw. was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren erreichen?

In den nächsten Jahren wollen wir unsere innovativen Produktideen erfolgreich umsetzen, mit Freude verkaufen und zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Unsere Vision ist die Entwicklung eines Röntgenlabors im Miniaturformat.

Gründerportrait #3: Marco Wildner – Textildruck in der Nikkifaktur…

Was ist Inhalt Eurer Selbstständigkeit?

In der Hauptsache Textilveredlung, danaben auch Events in der Nikkifaktur (Ausstellungen, Lesungen und andere Performances), ein das DREWAG-Gelände im Allgemeinen umfassendes Projekt kommt langsam in Reichweite, dazu später mehr.

Wie und wann kam die Idee dazu?

Die Idee zum selbst gemachten Nikki wurde kurz nach dem Abitur, also 2002 in Chemnitz geboren. Sie kam einfach aus dem Bedürfnis heraus, bessere Klamotten zu haben, mit eigenem Namen und eigenen Motiven und das für wesentlich weniger Geld als die viel beschworene Markenware.

Wann habt Ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Nachdem das Projekt während des Studiums im WG-Zimmer vor sich hin wuchs, war nach dem Diplom sofort klar, wofür das Herz schlägt und wo es galt Arbeit und Zeit hineinzustecken.

Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie habt Ihr diese bewältigt?

Wenn ich jetzt so zurückschaue, empfinde ich die ganze Vorarbeit, Sondierung, Recherchen und all die Behördengänge als sehr zehrend. Ganz einfach, weil dieser Teil der Selbstständigkeit nichts mit der Arbeit an sich zu tun hat, sogar davon abhält. Naja, Rattenschwänze gehören nun mal zu einer fetten Ratte dazu. Manchmal kam es mir allerdings so vor als hätten sich mehrere Rattenschwänze ineinander verfitzt und wenn ich mich jetzt noch weiter in Sprachbildern verliere… Jedenfalls: Im Endeffekt ist alles gut so gelaufen, wie es lief. Es gab noch ein oder zwei Situationen, wo ich mir ein trial-and-error statt einem teuren buy-and-error gewünscht hätte, aber damit müssen wir jetzt noch eine Weile leben.

Was macht Euch besonders stolz bzw. was sind Eure bisherigen Erfolge?

Ich bin besonders stolz darauf, wenn ich meine Eltern und Großeltern stolz machen kann und dass meine Familie und alle Freunde mich tatkräftig bei meiner Entscheidung unterstützen. Solch einen Rückenwind zu bekommen tut sehr sehr gut und es wird mal Zeit für eine Dankeschönfeier für alle, die dazu beigetragen haben, dass wir heute da stehen, wo wir jetzt sind. Am 13. Oktober 2009 war ja die Gründung… wir haben bald ein Jahr geschafft ;)

Gab es Tage, an denen Ihr Euch nicht sicher wart, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie habt Ihr diese Hürden bewältigt?

Nein, das gab es nicht.

Welche Erfahrungen möchtet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Hier mein kleines Gründer-Ein-Mal-Eins:

1. Kümmer dich selbst
2. Verlass dich nur auf dich selbst
3. Mach alles selbst

Was ist Eure Zukunftsvision bzw. was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren erreichen?

Es fügt sich alles, was in 5 Jahren sein wird. Das kann niemand abschätzen. Ich bin schon mal froh, wenn wir eine schnieke Website haben ;)

Hier gibt es einen Eindruck der Nikkifaktur:

1. Was ist Inhalt Eurer Selbstständigkeit?

in der Hauptsache Textilveredlung, danaben auch Events in der Nikkifaktur (Ausstellungen, Lesungen und andere Performances), ein das DREWAG-Gelände im Allgemeinen umfassendes Projekt kommt langsam in Recihweite, dazu später mehr.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?

die Idee zum selbst gemachten Nikki wurde kurz nach dem Abitur, also 2002 in Chemnitz geboren, einfach aus dem Bedürfnis heraus, bessere Klamotten zu haben, mit eigenem Namen und eigenen Motiven und das für wesentlich weniger Geld als die viel beschworene Markenware.

3. Wann habt Ihr die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Nachdem das Projekt während des Studiums im WG-Zimmer vor sich hin wuchs, war nach dem Diplom sofort klar, wofür das Herz schlägt und wo es galt Arbeit und Zeit hineinzustecken.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die
Selbstständigkeit und wie habt Ihr diese bewältigt?

Wenn ich jetzt so zurückschaue, empfinde ich die ganze Vorarbeit, Sondierung, Recherchen und all die Behördengänge als sehr zehrend. Ganz einfach, weil dieser Teil der Selbstständigkeit nichts mit der Arbeit an sich zu tun hat, sogar davon abhält. Naja, Rattenschwänze gehören nun mal zu einer fetten Ratte dazu. Manchmal kam es mir allerdings so vor als hätten sich mehrere Rattenschwänze ineinander verfitzt und wenn ich mich jetzt noch weiter in Sprachbildern verliere, dann kommst du bestimmt gar nicht mehr mit. Jedenfalls: Im Endeffekt ist alles gut so gelaufen, wie es lief. Es gab noch ein oder zwei Situationen, wo ich mir ein trial-and-error statt einem teuren buy-and-error gewünscht hätte, aber damit müssen wir jetzt noch eine Weile leben.

5. Was macht Euch besonders stolz bzw. was sind Eure bisherigen Erfolge?

Ich bin besonders stolz darauf, wenn ich meine Eltern und Großeltern stolz machen kann und dass meine Familie und alle Freunde mich tatkräftig bei meiner Entscheidung unterstützen. Solch einen Rückenwind zu bekommen tut sehr sehr gut und es wird mal Zeit für eine Dankeschönfeier für alle, die dazu beigetragen haben, dass wir heute da stehen, wo wir jetzt sind. Am 13. Oktober 2009 war ja die Gründung…wir haben bald ein Jahr geschafft ;)

6. Gab es Tage, an denen Ihr Euch nicht sicher wart, wie und ob es
weitergehen soll? Wenn ja: wie habt Ihr diese Hürden bewältigt?

Nein, das gab es nicht.

7. Welche Erfahrungen möchtet Ihr an andere weitergeben, die jetzt vor der
Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

hier mein kleines Gründer-Ein-Mal-Eins:

1. Kümmer dich selbst
2. Verlass dich nur auf dich selbst
3. Mach alles selbst

8. Was ist Eure Zukunftsvision bzw. was möchtet Ihr in den nächsten 5 Jahren
erreichen?

Es fügt sich alles, was in 5 Jahren sein wird, das kann niemand abschätzen. Ich bin schon mal froh, wenn wir eine schnieke WebSite haben ;)

Gründerportrait #1: Saskia Rudolph – freie Lektorin, Autorin & Dozentin

(Foto: Juliana Socher)

(Foto: Juliana Socher)

Ich arbeite in pädagogischen und soziokulturellen Projekten, lektoriere Publikationen aus Pädagogik, Psychologie und Bildungswesen und widme mich somit stets dem wohl wichtigsten Rohstoff unseres Landes – der Bildung.

Wie und wann kam Dir die Idee, Dich selbstständig zu machen?

Nach meinem Magisterstudium an der TU Dresden wollte ich der Forschung treu bleiben und mich im Rahmen einer Doktorarbeit intensiv mit der Thematik “Interkulturelles Lernen im Kindesalter” beschäftigen. Doch die Praxis übte auf mich einen ebenso großen Reiz aus, weshalb ich mich zunächst für einen direkten Einstieg in die Berufwelt entschied. Vor etwa einem Jahr habe ich den Start in die Selbstständigkeit als freiberufliche Fachlektorin, Autorin und Dozentin gewagt. Mir war es wichtig, Projekte und Aufträge frei wählen zu können und selbstbestimmt zu arbeiten.

Hattest Du vorher Bedenken?

Ich glaube, ich hatte weniger Bedenken als manch anderer. Der Mut für diesen Schritt in die Selbstständigkeit rührt wohl auch daher, dass es in meinerFamilie viele Selbstständige und Freiberufler gibt. Sie haben mir die Angst vor diesem “Mythos” genommen und mich in meiner Entscheidung bekräftigt. Hilfreich waren und sind auf jeden Fall auch meine Fachkenntnisse aus der Rechtswissenschaft. Sie nehmen Steuergesetzen das Unnahbare.

Welche Erfahrungen möchtest du an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Selbstständig zu arbeiten, das bedeutet jeden Tag neue Herausforderungen, Selbstdisziplin und jede Menge Motivation – besonders in der Anfangszeit, die auf jeden Fall mehrere Jahre dauert. Ich denke, man sollte sich nur für eine Existenzgründung entscheiden, wenn man wirklich hinter seinem Konzept steht und sich im Klaren ist, dass es einige Zeit dauern wird, bis Erfolge auch “nach außen” sichtbar werden.

Doch die wertvollen Erfolge sind keinesfalls nur die großen und sichtbaren – es sind auch die kleinen Schritte, die zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Ich weiß, dass meine Tätigkeit mehr als ein Beruf ist – sie ist eine Berufung und das, was mir Freude bereitet, mich fordert und jeden Tag nach vorn blicken lässt.

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Nun, auf jeden Fall weiterhin unter www.satzanfang.de mit einer länger werdenden Liste unter dem Menüpunkt “Referenzen” ;-) Vor allem aber als zufriedene Freiberuflerin im Austausch mit Gleichgesinnten und an vielen wertvollen Projekten arbeitend. Darauf freue ich mich.