Gründerportrait #28: Die DevBoost GmbH

Während ihrer Promotion am Lehrstuhl für Softwaretechnologie an der TU Dresden haben die vier Unternehmensgründer Florian Heidenreich, Jendrik Johannes, Mirko Seifert und Christian Wende wahrscheinlich nie daran gedacht sich mit ihren Forschungsergebnissen selbstständig zu machen. Heute existiert die im Januar 2012 mit Hilfe eines exist-Gründerstipendiums gegründete Devboost GmbH seit fast einem Jahr und kann erste Erfolge verbuchen. Zeit für einen Rückblick. Dafür haben wir mit Dr. Mirko Seifert gesprochen.

DevBoost*

DevBoost GmbH*

Das Team von DevBoost*

Das Team von DevBoost: Dr. Mirko Seifert, Dr. Christian Wende, Dr. Jendrik Johannes (v.l.n.r.)*

1. Was ist Inhalt Deiner Selbstständigkeit?

Ich berate Unternehmen zum Thema „Effiziente Softwareentwicklung“. Dabei geht es zum einen darum die Abläufe im Unternehmen zu analysieren, aber auch darum konkrete Werkzeuge zur Effizienzsteigerung zu empfehlen oder zu entwickeln. Wir führen Schulungen zu modernen Softwaretechnologien durch oder helfen konkrete Probleme in der Entwicklung zu lösen.

2. Wie und wann kam die Idee dazu?

Im Jahr 2011 habe ich meine Promotion abgeschlossen und ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit mein erworbenes Wissen und auch die Ergebnisse aus meiner Forschung in die industrielle Praxis zu tragen. In der Selbständigkeit sah ich die beste Möglichkeit und die notwendige Freiheit dies umzusetzen. Der Gedanke mich selbständig zu machen hat mich dann nicht mehr losgelassen.

3. Wann hast DU die Entscheidung zur Gründung getroffen?

Das war im Mai 2011. Zusätzlich zum Ende meiner Promotion war ich gerade mit meiner Familie nach Berlin umgezogen und da war der Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung günstig.

4. Was waren die drei größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie hast Du sie bewältigt?

Aus meiner Sicht sind die drei größten Herausforderungen, dass man:
1. sich jeden Tag auf neue unbekannte Situationen einstellen muss,
2. auch Dinge erledigen muss, die einem schwer fallen oder wenig Spaß machen (z.B. die Buchhaltung und Finanzverwaltung), und
3. die Ungewissheit, die einen immer begleitet, akzeptieren muss.
Bewältigen kann man diese Herausforderungen eigentlich nicht. Man wird mit der Zeit sicherer und lässt sich nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen. Im Bezug auf Punkt 1 habe ich gelernt Spaß daran zu haben, wenn sich die Dinge anders entwickeln als man vorher gedacht hat.

5. Was macht Dich besonders stolz bzw. was waren Deine bisherigen Erfolge?

Es macht mich besonders stolz, wenn Kunden sich für meine Arbeit bedanken. Insbesondere, wenn Kunden vorher sehr skeptisch waren oder den Preis für sehr hoch hielten. Es ist schön, wenn man am Ende doch durch seine Leistung überzeugen kann.

6. Gab es Tage, an denen Du nicht sicher gewesen bist, wie und ob es weitergehen soll? Wenn ja: wie hast Du diese Hürden bewältigt?

Natürlich gibt es solche Tage, leider sogar viel zu viele davon. Man überlebt diese Momente einfach indem man kurz reflektiert, ggf. den Kurs ändert und dann weiter macht. Das nächste Erfolgserlebnis kommt mit Sicherheit.

7. Welche Bedeutung hatte für Euch das exist-Gründerstipendium?

Große. Es hat uns die Möglichkeit gegeben jahrelange Forschungsarbeit nicht kampflos dem Papierkorb zu überlassen. Dank des Stipendiums konnten wir ein Unternehmen gründen, Kunden suchen und letztendlich prüfen, ob wir mit unseren Ideen Geld verdienen können. Ohne die Finanzierung aus dem Stipendium wäre das nicht möglich gewesen.

8. Welche Erfahrungen möchtest Du an andere weitergeben, die jetzt vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen?

Ich denke man sollte sich diesen Schritt gut überlegen. Der Illussion, dass das (Arbeits-)Leben einfacher ist nur weil man sein eigener Chef ist, sollte man sich nicht hingeben. Wenn man keine Angst vor neuen Dingen und Erfahrungen hat, ist der Weg in die Selbständigkeit sicher eine Bereicherung.

9. Was ist Deine Zukunftsvision bzw. was möchtest Du in den nächsten 5 Jahren erreichen?

In den nächsten fünf Jahren möchte ich gemeinsam mit talentierten, begeisterten Menschen interessante Ideen und Produkte verwirklichen. Ich möchte, dass unsere Kunden und unsere Konkurrenten auf uns schauen und bestätigen, dass DevBoost die Softwareentwicklung in Deutschland nachhaltig verändert hat. Das motiviert mich maßgeblich zu meiner Arbeit.

 

*Das Copyright aller hier gezeigten Fotos liegt bei der DevBoost GmbH.

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